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Viele Wildpflanzen sind gefährdet

14.12.2018

Artenreiche Wiese

Foto: Sabine Rübensaat

In Deutschland gibt es immer weniger Flächen, auf denen Insekten und Wildpflanzen geeigneten Lebensraum finden.

Ein Drittel aller Wildpflanzen in Deutschland gilt als gefährdet. Die neue Rote Liste des Bundesamts für Naturschutz (BfN) zeigt, wie stark bedroht die Artenvielfalt heute ist.

Es ist ein Teufelskreis: Nimmt die Artenvielfalt der Wildpflanzen ab, hat dies auch negative Folgen für die Vielfalt aller anderer Organismengruppen. 119 Pflanzenarten sind im Verlauf der letzten etwa 150 Jahre in Deutschland ausgestorben oder verschollen. Darunter sind 76 Arten der Farn- und Blütenpflanzen sowie 39 Moose und vier Kieselalgen. Diese erschreckende Entwicklung zeigt die Gesamtbilanz der aktuellen Roten Liste BfN in Bezug auf Pflanzen.

Für die neue Auswertung haben die Autoren die Bestandssituation und das Ausmaß der Gefährdung für insgesamt 8.650 in Deutschland heimische Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen ermittelt. Dabei zeigte sich, dass 30,8 Prozent der Wildpflanzen in Deutschland als gefährdet einzustufen sind. Das BfN bewertet den Zustand als weiterhin sehr hoch. Gleichzeitig zeigen die Untersuchungen allerdings auch, dass gezielte Natur- und Umweltschutzmaßnahmen und die Reduzierung von Stickoxiden helfen, den Bestand einiger Pflanzen – dabei vor allem von Moos- und Algenarten – zu erhalten.

Wildpflanzen brauchen nährstoffarme Standorte

Als Grund für die weiterhin starke Gefährdung von Wildpflanzen nennt das BfN die hohe Nährstoffbelastung – etwa aus Stickstoffeinträgen der Landwirtschaft und anderen Umweltbelastungen. So fanden die Forscher auffallend viele vom Aussterben bedrohte oder stark gefährdete Arten an nährstoffarmen Gewässern und Standorten wie Moore, Heiden oder Extensiväcker.

Im Detail zeigte sich deshalb, dass Arten wie Zieralgen, die oft in nährstoffarmen Gewässern vorkommen, einen etwa doppelt so hohen Anteil aufweisen gefährdet zu sein. Von ihnen sind 51,2 Prozent auf der aktuellen Rote Liste als gefährdet eingestuft. Bei der artenreichsten Pflanzengruppe, den Farn- und Blütenpflanzen, sind insgesamt 27,5 Prozent in ihrem Bestand gefährdet. Bei den Moosen sind es 25 Prozent.

Weitere Details zu der aktuellen Roten Liste können Sie hier nachlesen.>>>

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