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Vorsicht Zecke!

22.03.2016

Zecken

Foto: BFBD

Zecken sind nicht mehr nur im Sommer aktiv.

Die Gefahren, die von Zecken ausgehen, werden Forschern zufolge oft unterschätzt. Die kleinen Blutsauger sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv und fühlen sich auch in aufgeräumten Hausgärten wohl. Imker sind besonders gefährdet.

Imker sind oft in der Natur unterwegs. Nicht selten stehen Bienenstände auf Wiesen mit hohem Gras oder an Waldrändern. Doch auf Grashalmen und Büschen lauern oft Zecken. Imker gelten deshalb auch als besondere Risikogruppe für für von Zecken übertragenen Krankheiten Borreliose und Hirnhautentzündung (FSME).

Gefahren unterschätzt

Wie eine Studie der Universität Hohenheim nun ergab sind Zecken weder nur im Sommer aktiv, noch sind sie nur tief im Wald oder auf Wiesen mit hohem Gras zu finden. Zudem breiten sich die Gebiete aus, in denen Zecken leben, die mit Krankheitserregern infiziert sind und diese auf den Menschen übertragen können. Die Forscher untersuchten rund 100 Gärten im Großraum Stuttgart.

Zwar erkrankten in den vergangenen Jahren weniger Menschen an der Hirnhautentzündung FSME, die durch Zecken übertragen wird. Doch der Trend sei trügerisch, sagt Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. Die Zecken seien in den vergangenen beiden Sommern weniger aktiv gewesen, weil es besonders heiß war. Deshalb sind auch weniger der gefährlichen Krankheitserreger verbreitet worden. Insgesamt zeigt, die Studie, dass man sich derzeit besser vor Zecken schützen sollte.

Zecke ist ganzjährig aktiv

Aufgrund des Klimawandels sind Zecken bereits ab Februar und bis in den Dezember hinein aktiv. Im vergangenen Jahr haben Wissenschaftler sogar an den Weihnachtsfeiertagen aktive Zecken gefunden. Das Problem: Kaum jemand ist im frühen Frühjahr oder im Winter gegen Zecken geschützt, wenn er in der Natur unterwegs ist. „Der Klimawandel hat die Zecke in Deutschland zu einem quasi ganzjährig aktiven Tier gemacht“, kommentieren die Forscher ihre Ergebnisse.

Diese zeigen außerdem, dass Zecken genauso gerne in Gärten leben wie in der freien Natur. „Inzwischen können wir in 60 Prozent aller Gärten Zecken nachweisen – in Einzelfällen fanden wir in einer halben Stunde bis zu 800 Tiere“, sagt Ute Mackenstedt zu den Untersuchungen im Raum Stuttgart, die jedoch auch auf andere Regionen übertragbar seien. Gefunden wurden Zecken sowohl in verwilderten Gärten am Waldrand als auch in akkurat gepflegten Stadtgärten. Ein Grund für die große Verbreitung seien Haus-, Wild- und Nagetiere, die die Spinnentiere in die Gärten und so zum Menschen bringen.

Krankheiten vielen nicht bekannt

Doch nicht nur der Lebensraum der Zecken breitet sich aus. Auch die Regionen in Deutschland, in denen Zecken gefunden werden, die mit FSME infiziert sind, werden mehr. Noch immer seien Baden-Württemberg und Bayern und kleinere Teile von Thüringen, Hessen, Sachsen und Rheinland-Pfalz die gefährdetsten Gebiete. Doch auch aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind nun Fälle bekannt.

Weitgehend unbekannt ist vielen Menschen den Studienergebnissen zufolge noch immer die Bandbreite der Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Neben dem FSME-Virus und der Borreliose konnten die Wissenschaftler auch in Zellen lebende Bakterien, wie Rickettsien, Anaplasmen, Ehrlichien und Coxiella burnetii und Erreger der Hasenpest nachweisen.

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