1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Wann welche Lindenart blüht

16.06.2016

Lindenblüte

Foto: Sebastian Spiewok

Die Lindenblüte lockt jedes Jahr zahlreiche Imker vom Land in die Stadt.

Die ersten Linden stehen in voller Blüte. Es sind die Sommerlinden. Ihnen folgen weitere Arten und sorgen für ein langes Trachtband. Doch wann blüht welche bei uns typische Art genau und wie unterscheiden sie sich?

Die Linde gilt – zumindest in Norddeutschland – nach dem Raps als zweitwichtigste Bienentracht. In den Städten, wo ganze Straßenzüge mit Linden bepflanzt sind, stellen sie meist die einzige Möglichkeit dar, Sortenhonig zu ernten. Nicht selten wandern Imker dafür vom Land in die Stadt.

Die Linde bietet ein langes Trachtband

Die gesamte Trachtzeit der Linde teilt sich in die verschiedenen Blühphasen der einzelnen Lindenarten auf. Sie beginnt mit der Sommerlinde (Tilia platyphyllos), die meist im Juni blüht und jetzt gerade richtig durchstartet. Ihr folgt die Blüte der Winterlinde (Tilia cordata) – übrigens der Baum des Jahres 2016. Die Winterlinde blüht etwa bis Mitte Juli und wird von der Holländischen Linde (Tilia x europaea bzw. vulgaris) begleitet, die eine Kreuzung zwischen Sommer- und Winterlinde ist.

Doch auch dann ist es mit der Lindenblüte noch nicht vorbei. Einige der Bäume der Gattung Tilia blühen noch bis Ende Juli und manchmal sogar bis Anfang August. Es sind die Arten der in manchen Städten eingebürgerten Krimlinde (Tilia x euchlora) und der Silberlinde (Tilia tomentosa).

Die Blätter machen den Unterschied

Zu unterscheiden sind die Lindenarten – neben dem Zeitpunkt der Blüte – an den herzförmigen Blättern. Während die Blätter der Sommerlinde an den Aderachseln der Unterseite weiß behaart sind, haben die der Winterlinde dort rote Härchen. Außerdem sind die Blätter der Sommerlinde größer als die der Winterlinde. Die Holländische Linde stellt auch rein optisch eine Mischung aus beiden dar. Sie ist an den Unterseiten der Blätter gelblich.

Die Krimlinde erkennt man wiederum daran, dass sie auf der Blattunterseite hellgrün ist und auffällige braune Achselbärte hat. Die Silberlinde ist – wie der Name schon sagt – gekennzeichnet durch ihre silbrig wirkenden Blätter. Wie die Sommerlinde hat sie eine dichte weiß-filzige Behaarung an der Blattunterseite.

Damit die Linden viel Nektar haben, ist ein schwül-feuchtes Wetter mit wenig Wind ideal. Linden mögen es warm, aber nicht zu trocken und so stehen sie gerne nahe von Gewässern oder dort, wo der Grundwasserspiegel sehr hoch ist. Letzteres ist übrigens der Grund dafür, warum Berlin eine derart reiche und zuverlässige Lindentracht hat. Die Stadt wurde auf sumpfigem Boden gebaut.

Linde bietet Nektar und Honigtau

Typisch für die Linde ist auch ihr Besatz mit Honigtau erzeugenden Läusen. Und das ist auch der Grund dafür, warum es unter den Bäumen oft sehr klebrig ist – Autofahrer parken deshalb zu bestimmten Zeiten ungern unter Linden. Imker freuen sich dennoch, denn die Läuse sorgen für eine zusätzliche Tracht.

Da sich der Anteil des Honigtaus im Lindenhonig von Jahr zu Jahr unterscheidet, unterscheidet sich auch der Geschmack und die Konsistenz immer ein wenig.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die spät blühenden Lindenarten bedeutend weniger Nektar abgeben als die frühen. Sie tragen weniger Blüten, außerdem haben Krim- und Silberlinde meist auch einen geringeren Besatz mit Läusen.

Themen

Social Media

Folgen Sie uns auf Facebook   Folgen Sie uns auf YouTube   Folgen Sie uns auf Twitter.   Folgen Sie uns auf Google+.

Deutscher Imkerkalender
Logo Hummeln im Arsch

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr