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Wenig Aufmerksamkeit fürs Insektensterben

20.04.2016

Biene und Hummel auf einer Blüte

Foto: Sabine Rübensaat

Biene und Hummel gemeinsam auf einer Blüte: Geht das Insektensterben weiter, wird das vielleicht zum seltenen Bild.

In Deutschland gibt es weniger Insekten; die Vielfalt geht zurück. Das ergeben regionale Forschungen. Ein deutliches Zeichen: An Frontscheiben von Autos kleben nach langen Fahrten immer weniger tote Insekten.

An 88 Standorten in Nordrhein-Westfalen hat der Entomologische Verein Krefeld zusammen mit dem Naturschutzbund (Nabu) im Wald und auf Wiesen untersucht, wie groß die Zahl und die Vielfalt der Insekten ist. Dazu haben sie sogenannte Malaise-Fallen aufgestellt und ermittelt, wie viele Insekten in einem Gebiet auftreten und wie unterschiedlich die Arten sind. Während die Forscher 1995 noch durchschnittlich 1,6 Kilogramm Biomasse aus jeder Untersuchungsfalle gesammelt haben, sind es heute maximal noch 300 Gramm.
Über dieses Insektensterben berichtet die Online-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und titelt "Der Trend geht zur sauberen Frontscheibe". Denn vor allem an der geringeren Zahl an toten Insekten, die nach einer langen Autofahrt an der Scheibe der Autos kleben, wird die Entwicklung für die meisten Menschen deutlich. Anders als das Bienensterben, das immer wieder mediale Aufmerksamkeit bekommt, ist vom Insektensterben allgemein wenig die Rede.

Insektensterben hat Folgen

Gründe, warum das Insektensterben weniger bekannt ist, liegen darin, dass der Rückgang schleichend vonstatten geht und dass die Zahl der Insekten zwar zurückgeht, aber noch nicht viele Arten als ausgestorben gelten. Zudem gibt es nur weniger Wissenschaftler, die sich mit der Materie beschäftigen.

Doch der Rückgang der Insekten hat Folgen: Einige Arten sind auf Pflanzen spezialisiert, die ohne ihre Bestäubungsleistung langfristig keine Überlebenschance haben. Insekten bieten zudem Nahrung für Vögel. Eine breite Insektenvielfalt sorgt dafür, dass sich einzelne Arten nicht so weit ausbreiten, dass sie zu Schädlingen werden, weil sie keine natürlichen Gegenspieler mehr haben.

Kein bundesweites Monitoring

Laut FAZ-Bericht hat der Rückgang, der sich keineswegs auf Nordrhein-Westfalen beschränkt, verschiedene Gründe: "Überdüngung, Monokulturen, Flächenverbrauch, Landnutzungswandel, Pestizideinsatz", werden genannt. Des Weiteren haben aber auch die zunehmenden Windenergieanlagen Folgen für die Insekten, denn an den Rotoren bleiben massenhaft kleine Tierchen kleben.

Ähnliche Ergebnisse wie die der Forscher aus Nordrhein-Westfalen ergeben auch andere regionale Untersuchungen etwa von Wissenschaftlern aus München. Ein einheitliches bundesweites Monitoring der Lage fehlt allerdings bislang. So kann die Situation der Insekten in Deutschland nur aufgrund von einzelnen Arten und einzelnen Regionen hochgerechnet werden.

Den gesamten Online-Beitrag der FAZ können Sie hier nachlesen.>>>

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