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Wenig Frühtrachthonig: Bienen hungern

04.07.2016

Honigwabe

Foto: Sabine Rübensaat

Der schlechte Wetter lässt in diesem Jahr in einigen Regionen Deutschlands die Frühtracht ausfallen.

Die Frühtrachternte 2016 fällt mager aus. Die Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen ergibt bisher vor allem für den Süden und den Westen Deutschlands schlechte Werte. Auch für den Sommerhonig sieht es mau aus.

Noch läuft die Umfrage des Fachzentrums und jeder, der möchte kann hier seine Erntemengen eintragen bzw. angeben, ob er Honig aus dem Frühjahr 2016 geschleudert hat oder nicht. Immerhin 13 Prozent der Teilnehmer haben bisher angegeben, dass sie die Schleuder gar nicht angeworfen haben. 87 Prozent haben Honig geerntet und nimmt man nur diese zur Auswertung heran, waren es im Schnitt 17,6 Kilogramm pro Bienenvolk.

"Trachtflaute" im Süden und Westen

Der Grund für die niedrigeren Erntemengen – im vergangenen Jahr lagen sie im Mittel bei 18,1 Kilogramm – liegt in der schlechten Tracht. Das zeigt auch das bundesweite elektronische Trachtbeobachtungsnetz "TrachtNet", auf das sich das Fachzentrum stützt und das Frühjahr 2016 als „Trachtflaute“ bezeichnet.

Dabei erstrecken sich die Flaute und somit auch die schlechten Schleuderergebnisse nicht gleichmäßig auf ganz Deutschland. Im Norden und im Osten waren die Erntemengen den ersten Zwischenauswertungen zufolge sogar überdurchschnittlich gut. Deshalb sind die Durchschnittswerte für ganz Deutschland mit 17,6 Kilogramm auch nicht ganz so verheerend.

Im Süden und im Westen konnten die Imker dagegen nur sehr wenig bis nichts ernten. Das steht auch im Zusammenhang mit den Starkregenereignissen, die sowohl die Blüten vieler Bäume vernichtet haben, als auch wenig Hoffnung auf eine Massentracht an Honigtau und damit Waldhonig machen.

Mehr über die Prognosen zur Waldtracht 2016 lesen Sie hier.>>>

Leider hat das Fachzentrum in Mayen, das übrigens selbst Opfer der starken Regengüsse geworden ist, auch keine guten Prognosen für die Bedingungen der Sommertracht. Diese werden sich im Nachhinein wahrscheinlich ebenso schlecht erweisen, teilt Christoph Otten im aktuellen Infobrief mit.

Futter wird knapp

Er warnt zudem davor, dass die Eigenversorgung der Bienenvölker problematisch werden könnte - vor allem, wenn zu viel von der Frühtrachternte entnommen wurde. Deshalb sollten die Futtermengen bei allen Völkern gut im Auge behalten werden. "Eine Zufütterung sollte nur mit eigenem Honig geschehen, wenn man optimistisch ist und noch mit einer Sommerernte rechnet", rät Otten.

Derart optimistisch ist das Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau bislang nicht. Es warnt Imker vor Futterknappheit in den Bienenvölkern, da das schlechte Wetter in einigen Regionen Deutschlands die Tracht zunichte gemacht hat und die Völker aktuell sehr voll sind und sehr viel verbrauchen. "Die Tiere benötigen jetzt pro Tage ein bis zwei Kilo Futter", erklären die Experten und raten zu Futterwaben aus dem Lager oder Fertigfutter.

Doch wer weiß, vielleicht wendet sich ja das Wetter noch in allen Teilen Deutschlands und die Sommertracht reißt die Ergebnisse der Erntewerte wieder nach oben. Zur Umfrage des Fachzentrums in Mayen wird es noch eine detaillierte Auswertung geben. Mitmachen kann man aktuell noch unter diesem Link.>>>

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