1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Wildbienen: Hamburg bekommt eigene Rote Liste

03.08.2016

Wildbienen

Foto: Sabine Rübensaat

Wie viele Wildbienen leben in Hamburg. Das soll nun in den nächsten Jahren ermittelt werden.

Biologen des Centrums für Naturkunde (CeNak) in Hamburg Eimsbüttel wollen prüfen, wie viele Arten von Wildbienen es noch in der Hansestadt gibt. Über drei Jahre hinweg werden sie Bienen zählen.

Die Zahl der Wildbienen geht in Deutschland stetig zurück. Von etwa 560 verschiedenen Arten ist meist die Rede, wenn es um Wildbienen geht, die hierzulande einmal heimisch sind bzw. waren. Doch 39 Arten davon gelten mittlerweile bereits als ausgestorben oder verschollen. 31 Arten sind nach der aktuell geltenden Roten Liste vom Aussterben bedroht. Viele weitere sind stark gefährdet, so dass insgesamt 40,9 Prozent der Wildbienen zu den bestandsgefährdeten Arten zählen.

Hamburger Wissenschaftler wollen nun wissen, wie es in der Hansestadt um die Wildbienen bestellt ist und die erste regionale Rote Liste für Hamburg erstellen. Wie viele Arten finden dort noch einen geeigneten Lebensraum?

Wildbienen brauchen Brachflächen

Die Biologen des Centrums für Naturkunde (CeNak) gehen von rund 300 Arten aus, denn Städte bieten den Wildbienen durchaus gute Nistmöglichkeiten. Voraussetzung jedoch: es gibt noch viele Brachflächen, Flächen mit Sand und Steinen oder gerne auch Bauschutt oder andere ungenutzte Gegenstände.

Wildbienen – die manchmal nur ein paar Millimeter große sind – nehmen auch gerne mal mit Mauerritzen oder den Lücken zwischen Gehwegplatten Vorliebe. Sie werden allerdings nicht so gerne gestört. Wenn wegen des Baubooms die Brachflächen verschwinden, schwindet der Lebensraum in der Stadt.

Bienen mögen wilde Gärten

Mindestens drei Jahre wird die Untersuchung dauern. Sie wird von Experten der Deutschen Wildtier Stiftung in Stellingen durchgeführt. Biologen werden dazu Wildbienen in der Stadt fangen und mit der Hamburger Wildbienen-Sammlung des Zoologischen Instituts abgleichen. Dadurch soll ein Überblick entstehen, welche Arten noch auffindbar und welche bereits verloren gegangen sind.

Manuel Pützstück, der dort arbeitet, hat in einem Interview, das das Elbe-Wochenblatt mit ihm geführt hat, erklärt, was der Hintergrund der Wildbienen-Zählung ist. Das Interview kann hier nachgelesen werden.>>>

"Wer Wildbienen helfen möchte, sollte seinen Garten oder den Balkon einfach ein bisschen verwildern lassen, auch über den Winter hinweg", rät der Artenschützer. So finde die Wildbiene Nahrung und Unterschlupf.

Themen

Social Media

Folgen Sie uns auf Facebook   Folgen Sie uns auf YouTube   Folgen Sie uns auf Twitter.   Folgen Sie uns auf Google+.

Logo Hummeln im Arsch

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr