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Wildbienen profitieren von Waldbränden

15.09.2017

Insektenfalle

Foto: Sara Galbraith/Oregon State University

Mit Insektenfallen, die ultraviolettes Licht reflektieren, locken die Forscher der Oregon State University die Wildbienen an.

Eigentlich gelten Waldbrände ja als Katastrophe für Pflanzen Tier und Mensch. Aber sie haben auch positive Auswirkungen: Wo die Bäume zerstört wurden, entstehen neue Freiräume mit viel Tageslicht und geben anderen Pflanzen und Tieren die Möglichkeit den neu entstanden Raum zu erobern. Dass auch viele Wildbienenarten – und damit auch die Bestäubungsleistung – davon profitieren, wollen nun Forscher der Oregon State University mit ihren Untersuchungen bestätigen.

In einer Mitteilung der Universität schildern sie, wie sie seit knapp zwei Jahren Wildbienen an 43 Standorten in einem Waldgebiet nördlicher der Stadt Grants Pass im Südwesten Oregons fangen, in dem 2013 fast 10.000 ha Wald durch ein Feuer zerstört wurden. Dafür wählten sie Bereiche mit unterschiedlichen Zerstörungsgraden aus.

"An manchen Stellen des Waldes wurden die Pflanzen kaum beschädigt und es gibt nur wenige Spuren vom Brand", erzählt Sara M. Galbraith, die als Wissenschaftlerin an der Hochschule für Forstwissenschaften der Oregon State University mit an der Studie beteiligt ist. "Wenn man aber in die Bereiche kommt, wo das Feuer alles vernichtet hatte, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Dort wächst eine Vielzahl an blühenden Pflanzen, weil jetzt genug Licht vorhanden ist."

Einfluss auf die Bestäubungsleistung

Diese sogenannten Pionierstadien seien in unseren bewirtschafteten Wäldern immer seltener geworden, sagt Galbraith. Ihre Untersuchungsergebnisse zeigen, dass es aber gerade dort eine hohe Biodiversität gebe. Dies hätte auch Einfluss auf die Bestäubungsleistung. Zurzeit gibt es mehr als 500 verschiedene einheimische Wildbienenarten in Oregon, die als wichtige Bestäuber für viele Wild- und Kulturpflanzen gelten.

Um ihren Bestand zu erhalten, brauche es solch grundlegende Erkenntnisse wie die ihrer Studie, erklärt Galbraith. Nur so könne man in bewirtschafteten Wäldern die richtigen Maßnahmen zum Fortbestand dieser wichtigen Bestäuber treffen. Noch dieses Jahr wollen sie ihre Untersuchungen abschließen und erste Ergebnisse veröffentlichen.

Dass Wildbienen von Waldbränden profitieren, zeigt sich auch in Mexiko: Auf der Halbinsel Yucatán nutzen die Kleinbauern Brandrodung, um sich neue Gebiete für den Anbau von Feldfrüchten wie Chilis zu erschließen. Die entstehenden Ackerflächen bieten Wildbienen wie den Furchenbienen abwechslungsreiche Habitate. Von ihrer Bestäubungsleistung profitieren wiederum die Bauern. Mehr dazu lesen sie hier >>>

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