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Juni – Die Honigernte

20.05.2015

© Sabine Rübensaat

Honig – Lohn imkerlicher Mühe

Wer einen Honiglehrgang gemäß Warenzeichensatzung des Deutschen Imkerbundes belegt hat, konnte dort lernen, dass die Bienen den wasserreichen Nektar trocknen müssen. Dazu nutzen sie einfache physikalische Gesetzmäßigkeiten: Sie fächeln die kühle Außenluft in den Bienenstock hinein, diese erwärmt sich dort und kann nun mehr Feuchtigkeit aufnehmen, dann wird sie wieder zum Flugloch hinausbefördert. Dieser Effekt ist am größten, wenn der gesamte Innenraum der Beute – und nicht nur das Brutnest – eine möglichst hohe Temperatur aufweist. Das setzt jedoch entsprechenden Bienenbesatz voraus. Dabei ist nicht die Anzahl der Bienen entscheidend, sondern die Frage, wie eng diese sitzen.

Daneben ist wichtig, dass die Fläche um die Beuten morgens möglichst schnell abtrocknet und so Luft mit geringerer Feuchte in den Stock gefächelt wird. Sehr feuchte Luft kann trotz Erwärmung weniger Wasser aufnehmen als trockene und würde das Mikroklima im Stock negativ beeinflussen. Pilzerkrankungen könnten sich leichter ausbreiten, und der Honig würde nicht ausreichend reifen.

Ein bisschen Technik muss sein

Nun muss der reife Honig „nur noch“ effektiv geerntet werden. Wer sich die Mühe mit dem Abkehrbesen ersparen will, greift häufig zur Bienenflucht. Das erfordert jedoch, den Bienenstand zweimal anzufahren, sofern er sich nicht hinter dem Haus befindet. Blasgeräte funktionieren nur bei Flachzargen effektiv. Preiswert und gut arbeitet die Abkehrvorrichtung „Kehrfix “. Damit lassen sich 20 Honigräume in der Stunde bienenfrei abnehmen.

Zur Honiggewinnung haben sich Vier-Waben-Tangentialschleudern bewährt. Freizeitimkern empfehle ich aus Kosten-, ökologischen und pädagogischen Gründen ein Modell mit Handkurbel. Es reicht aus, und man lernt schneller, die Waben beschädigungsfrei auszuschleudern. Nebenerwerbsimker sind mit einer Selbstwendeschleuder samt vollautomatischer Steuerung bestens bedient. Sie ist zwar etwas teurer als eine Radialschleuder, dafür kommt  selbst sehr zäher Honig problemlos aus den Zellen. Wird die Imkerei nicht wesentlich vergrößert, reicht eine Schleuder ein Imkerleben lang. Deshalb ist auf eine gute Verarbeitung Wert zu legen.

Ein Engpass ist oft das Sieben. Spitzsiebe haben sich bestens bewährt, wenn sie in einem Honigbehälter mit einem oberen Auslauf hängen. Die Siebfläche ist dann ständig von Honig umgeben, das Wachs steigt auf und verstopft nicht die Maschen. Die Maschenweiten sind unterschiedlich: „Feinst“ oder „extrafein“ ist optimal; „fein“ ist dagegen zu grob. Steht der Honig in den nächsten Tagen bei Zimmertemperatur, können Luftblasen und feinste Wachsteilchen aufsteigen und mit einem Teigschaber als Schaum abgenommen werden.

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