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  • 2011
  • 26.08.
  • 2011.26.08.

Varroalebendfall

© Sebastian Spiewok

Die Stockwindel sieht auf dem Foto wie ein Stillleben aus - unser Gemüll bewegt sich aber

Zur Bildergalerie: Varroalebendfall

Ein Blick auf die Stockwindel lässt uns wieder seufzen. Da fallen schon wieder reichlich Milben. Nicht mehr lange und die kritische Schwelle von zehn Milben pro Tag ist überschritten. Von einem Varroatotenfall kann allerdings keine Rede sein. Viele Milben krabbeln recht munter durch das Gemüll. Ein Anblick, den wir so nicht gewohnt sind. Normalerweise liegen die Plagegeister nur noch stumm rum – lediglich einige wenige Individuen winken noch mit den Beinchen. Liegt das vielleicht an einem ausgeprägten Putztrieb durch neuen Königinnen aus der AG-Toleranzzucht? Wir werden da mal nachhaken

Die Stärke unserer Völker hat deutlich abgenommen. Nach dem kühlen und regnerischen Wetter der vergangenen Wochen tragen die Bienen nun fleißig auffällig orangefarbenen Pollen ein. Der springt so stark ins Auge, dass man meinen könnte, die Bienen tragen Verkehrsicherheitshosen mit Leuchtfarbe. Da würde der gute Lagerfeld wohl sagen: C’est orange, c’est moche, ça ne va avec rien, mais ça peut vous sauvez la vie!

Ein kurzer Blick in die obere Zarge führte wieder zu diesem unguten Gefühl: Nanu? Sollte da nicht viel mehr Futter drin sein? Ob die Bienen damit bis zum Frühling kommen? Wer kennt sie nicht, diese Situation, die dazu führt, dass man sich im nächsten Jahr über überzählige Futterwaben ärgert, die man wieder entnehmen muss. Man schwört sich, am Ende des Jahres nicht wieder so viel einzufüttern. Aber dann gibt man doch lieber ein Schlückchen mehr.

Sebastian Spiewok

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