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  • 2011
  • 11.04.
  • 2011.11.04.

Vom Winde verweht

© Sebastian Spiewok

Selbst im Windschatten zieht der Rauch dem Smoker über den Scheitel

Der Smoker läuft auf Hochtouren, doch die Rauchfahne knickt scharf nach Osten ab und zieht stramm über die Bienenzargen hinweg. An das Auflegen einer Folie ist nicht zu denken, und einige Bienen treibt der Rückenwind uns mit Karacho entgegen. Seit einigen Tagen weht auf dem Dach des Verlagshauses ein Wind, mit dem Kolumbus Amerika binnen einer Woche erreicht hätte – per Route gen Osten wohlgemerkt. Da macht das Imkern wenig Spaß – weder den Imkern noch den Bienen. Aber viel ist eh nicht zu tun. Ein paar Futterwaben gegen Mittelwände ausgetauscht und den Baurahmen gegeben.

Das war’s fürs Erste. Die beiden großen Völker brüten fleißig. Das aufgesetzte Völkchen scheint zu verhonigen. Wahrscheinlich haben ihm die kalten Nächte den Garaus gemacht. Wir wollten bei dem Wind jedoch nicht genauer nachsehen. Sobald die Sonne scheint stürzen sich die Bienen trotz niedriger Temperaturen auf die blühenden Ahornbäume. Auch die Obstbäume in den Kleingärten buhlen mit einem adretten Blütenkleidchen um Kupplerdienste. Darauf lassen sich unsere Bienen sicherlich gerne ein.


Wie hier an der Auferstehungskirche blüht überall in Berlin der Ahorn. Was die Kirche mit den Stadtbienen zu tun hat, erfahrt Ihr in der Juniausgabe © Sabine Rübensaat

Sebastian Spiewok

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