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  • 2012
  • 27.06.
  • 2012.27.06.

Ein wenig Durcheinander

© Silke Beckedorf

Da haben wir wohl etwas übersehen! Deutlicher Hinweis, dass man auch die Randwaben genau überprüfen sollte.

Zur Bildergalerie: Ein wenig Durcheinander

Es ist viel passiert bei den Verlagsbienen. Zwischendurch ging es zu, wie im Swingerclub, sodass wir inzwischen immer kurz nachdenken müssen, welche Königin nun in welchem Volk ist. Doch der Reihe nach…

Beginnen wir mit einer Bestandsaufnahme für den 15. Juni. An diesem Tag stehen vier Völker auf dem Dach: Das neue Waagvolk, das überwinterte Volk, der eingefangene fremde Schwarm mit ungezeichneter Königin und der Ableger mit verdeckelten Weiselzellen.

Es zeigt sich jedoch, dass das geschröpfte Waagvolk immer noch schwarmlustig ist. Offensichtlich müssen wir das Volk teilen, um es am Schwärmen zu hindern. Daher beginnen wir unsere lange Suche nach der alten Königin. Zwar verraten einige wenige Eier und junge Larven, dass sie bis vor Kurzem noch anwesend war, sie selbst ist aber nicht mehr auffindbar. Der Waagstock zeigt aber keinen Schwarmabgang an.

Dafür könnn wir schon bald das Tuten einer jungen Königin vernehmen. Und tatsächlich: Nach längerer Suche finden wir sie auf einer Wabe herumlaufen, den Leib immer wieder auf die Wabe pressend und ein lautes Tuten von sich gebend. Irgendwie fühlt man sich an die Vuvuzelas der letzten Fußball-WM erinnert.

Darüber hinaus prangen auf der Mitte einer Randwabe noch zwei verdeckelte Weiselzellen, die wir bei der letzten Kontrolle übersehen hatten. Davon brechen wir eine vorsichtig aus und erspähen durch ein Loch eine fertige Königin. Schnell rekapitulieren wir die Lektionen unseres letzten Geburtshilfekurses und lassen die Königin in unserer Hand schlüpfen. Doch was nun? Die alte Königin ist weg, dafür haben wir nun zwei neue und eine Weiselzelle. Die frisch geschlüpfte Königin lassen wir in den Ableger einlaufen, wo die Bienen sie freundlich in Empfang nehmen. Dabei brechen wir die dortigen Weiselzellen aus, die eh etwas krumm und schief aussehen.

Die tutende Königin bleibt in den Bruträumen, die wir aber zur Seite stellen – damit ist Volk Nr. 5 gebildet.

Die Wabe mit der verbliebenen Weiselzelle hängen wir in den Honigraum des Waagvolkes ein, der an Ort und Stelle bleibt. In diesem Flugling sollen sich die Flugbienen des Volkes sammeln. Das sich dorthin aber auch andere Bienen verirren werden, ist Thema des nächsten Blogeintrages.

Sebastian Spiewok

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