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  • 2012
  • 04.07.
  • 2012.04.07.

Eine weniger

© Sebastian Spiewok

Achim Werner, Redakteur der GartenFlora, schaut, wie es dem Schwarm in der Linde geht.

Zur Bildergalerie: Eine weniger

Jeden Tag werfen wir einen Blick aus dem Fenster und schauen unserem Schwarm zu. Auch einige Kollegen finden ihn faszinierend. Sie beschweren sich lediglich darüber, dass wir nicht ein paar Äste weggeschnitten haben, damit sie freie Sicht auf die Bienen haben.

Der Schwarm ist uns nach wie vor ein Rätsel. Wir hatten eine Königin am Flugloch abgefangen. Dennoch kam der Schwarm nicht zurück. Als die Bienen weiterziehen wollten, zeigte er sich orientierungslos. Nun hängt er an recht exponierter Stelle und hat der Form nach eine Wabe gebaut. Man sieht die Sammlerinnen eifrig umherfliegen, um Nektar von den Linden zu holen. Hat der Schwarm etwa doch eine Königin? Aber woher?Wenden wir uns aber unseren Völkern zu, denn es ist höchste Zeit, die verbliebenen Königinnen durchzuzählen! Erfreulicherweise legen alle Königinnen fleißig Eier. Doch eine Ausnahme bildet mal wieder das Waagvolk: Beim Öffnen der Beute heulen einem die Bienen bereits entgegen und weder Königin noch Eier sind zu erblicken. Hat sie ihre sieben Sachen gepackt und ist dem Schwarm nachgeflogen? Sie hatte ja bereits dem fremden Schwarm nicht die Treue gehalten und war mit dem Waagvolk fremdgegangen.

Wir fackeln nicht lange und setzen den Ableger in die untere Brutzarge des Waagvolkes, damit dieses eine Königin erhält. Der Ableger stammt ja vom Waagvolk ab und brütete inzwischen auf fünf Waben. Damit hat sich die Beutenzahl auf dem Dach verringert.

Beim überwinterten Volk stellten wir noch ein Problem fest. Wir hatten das Volk aufgrund seiner langsamen Entwicklung, der zeitweise schlechten Tracht und fehlendem Material nur auf zwei Zargen gehalten. Nun verhonigte jedoch das Brutnest zunehmend. Daher entnahmen wir dem Volk mehrere verdeckelte Honigwaben und lagerten diese im Waagvolk ein. Das überwinterte Volk erhielt dafür Leerwaben und Mittelwände und somit wieder Platz zum Brüten.

Sebastian Spiewok

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