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  • 2017
  • 04.08.
  • 2017.04.08.

Das Bienenjahr geht zu Ende …

Steinhummel

Fotos: Saskia Schneider

Die Steinhummel freut sich über den stehen gelassenen Bewuchs auf dem Dach des Verlaggebäudes.

Der Juli ist vorbei und damit auch das Bienenjahr. Schon Mitte des Monats konnte man merken, dass unsere Verlagsbienen um diese Zeit temperamentvoller werden.

So wurde ich nach oben berufen und um Rat gebeten, als es dem armen jungen Mann, den die Verlagsleitung mit dem Mähen des Dachbewuchses beauftragt hatte, nicht möglich war, den Bewuchs in der Nähe der Völker zu entfernen. Eine Biene hatte ihn wohl auch schon gestochen. Da es mit den momentanen Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten schwer werden würde, einen geeigneten Zeitraum außerhalb des Bienenfluges für das Mähen des Daches zu finden, einigten wir uns darauf, den Bewuchs in einem Meter Abstand um die Verlagsvölker stehen zu lassen.

Zur Freude vieler anderer kleiner Summer, wie sich herausstellte. Die Erd- und Steinhummeln machten sich über die vielen kleinen Blüten her und sammelten emsig während unsere Verlagsbienen völlig unbeeindruckt vorbeiflogen und es anscheinend auf andere Trachten abgesehen hatten.

Dabei waren sie sehr erfolgreich: Obwohl es insgesamt eine sehr regenreiche Zeit war und unsere Bienen oft nicht ausfliegen konnten, haben wir dieses Jahr eine gute Menge Honig geerntet: insgesamt 89 kg brachten unsere drei Völker ein. Letztes Jahr waren es nur 55 kg. Anscheinend haben die Bienen die verpasste Sammelzeit nachgeholt, wenn dann doch mal schönes Wetter war.

Honig gegen Zucker

Nach dem letzten Abschleudern habe ich den Bienen die Waben zum Ausschlecken gegeben und dann jedes Volk abends mit vier bis fünf Kilogramm Futtersirup versorgt. Die Bienen suchen jetzt nach allem, was sie kriegen können. Wenn ich unseren Honigraum lüfte, sind nach spätestens zehn Minuten schon die ersten von ihnen vor Ort – angezogen vom Geruch der Rähmchen und leeren Zargen, die wir dort lagern.

(Bild: Gegen die Milben gewappnet: Nach der ersten kurzen Einfütterung drehe ich die Futterwannen um und nutze sie als Verdunstungsraum bei der Ameisensäurebehandlung.)

Eine von unseren Verlagsbienen schaffte es sogar durch das Fenster in meinem Büro, weiter durch den Flur bis in den Honigraum (dessen Tür ausnahmsweise mal kurz für zehn Minuten offen stand) zu gelangen und einen winzigen Honigtropfen am Tisch aufzuspüren, den ich nach der Ernte vergessen hatte wegzuwischen.

Säure gegen Milben

Im August steht nun die erste Milbenbehandlung mit Ameisensäure auf dem Plan. Ich benutze dazu den Nassenheider Verdunster professional. Dieser passt genau unter eine umgedrehte Futterwanne, sodass ich für die Behandlung nicht mal eine Leerzarge mit aufs Dach schleppen muss. Denn die Futterwannen stehen ja noch von der ersten kurzen Einfütterung auf den Völkern.

(Bild: Bereit zum Einsatz: Die Verdunster sind gefüllt - der ganz links nur zur Hälfte für unseren Ableger.)


Ist das Futter komplett abgenommen, nehme ich die Futterwanne ab, stelle den Verdunster ins Volk und setze die Futterwanne umgedreht wieder darauf. Später, wenn die Säure verdunstet ist, nehme ich den Verdunster aus dem Volk und dreh das Futtergefäß wieder um für die Einfütterung. Letztes Jahr hatte das System so sehr gut funktioniert und mir das Hantieren mit Leerzargen erspart. Da dieses Jahr fast unser gesamtes Zargenmaterial im Einsatz ist, bin ich doppelt froh, diese Lösung gefunden zu haben.

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