1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

  • 2016
  • 18.03.
  • 2016.18.03.

Der erste Blick in die Völker

Die erste Wabeninspektion.

Fotos: Henrike Lüderitz

Die erste Wabeninspektion.

Es ist schon etwas länger her, dass es auf diesem Blog etwas Neues gab. Das soll sich in Zukunft ändern. Als neue Volontärin wurde mir dieses Jahr die Obhut über die der Verlagsbienen übergeben.

Nachdem ich letztes Jahr bei meiner Arbeit an der Freien Universität mit der Betreuung der zwanzig Uni-Völker ins kalte Wasser gesprungen war, ist die Pflege von zwei Völkchen auf dem Dach eine willkommene Abwechslung. So wird es hier hoffentlich wieder öfters mehr oder weniger spannende Berichte zu den Verlagsbienen geben.

Donnerstag 17. März: Der erste Blick in die Völker


Der Frühling kommt. Überall schauen schon die Frühblüher aus dem Boden. Am Donnerstag schauten dann auch die ersten Bienen im Büro vorbei. Den ganzen Vormittag hatten sie schon an den Fensterscheiben gehangen, als wenn sie fragen wollten, wo wir endlich bleiben. Am Nachmittag packten wir also alles nötige Equipment zusammen und stiegen aufs Dach.

(Die Bodenschieberkontrolle gehört zum ersten Blick in die Völker.)

Das erste Mal im Jahr an den Bienen, das ist wie Geschenke auspacken zu Weihnachten! Man hofft und freut sich, wenn man das bekommt, was man sich gewünscht hat: eine Traube gesunder summender Tiere.

Ein kleines Brutnest


Die Fensterbienen hatten uns ja schon Hoffnung gemacht und tatsächlich: Beide Völker hatten den Winter gut überstanden. Im Kameravolk (Volk A) war sogar schon ein kleines Brutnest.

Beide Völker kamen stark genug aus dem Winter, so dass keine Vereinigung nötig war. Dementsprechend waren beide auch knapp im Futter, so dass wir mit Futterwaben zufüttern mussten. Denn sehr viel Nektar gibt es trotz der ersten bunten Blüten noch nicht zu finden. Dafür aber Pollen, der fleißig eingetragen wurde.

(Trauriges, aber normales Bild: der Totenfall im Boden der Beute.)

Bei der Volksinspektion waren die Bienen insgesamt friedlich und sehr geduldig bei meinen Versuchen die festgekitteten Waben wieder auseinander zu bekommen. So konnte ich in Ruhe verschimmelte Waben entfernen und gegen frische ersetzen. Am Schluss kontrollierte und säuberte ich noch Bodengitter und Einschübe. Dann war eigentlich auch schon alles erledigt.

Kühler als gedacht


Nach so viel winterlichem Bienenentzug muss man sich zusammennehmen, die Völker nicht zu lange zu offen zu halten. Ich könnte den ganzen Tag da oben stehen und den Bienen auf den Waben bei ihrem emsigen Treiben zuschauen - wäre da nicht der Wind. Denn trotz strahlender Sonne, ist es auf der windigen Dachterrasse immer ein bisschen kühler als gedacht.

Also Völker schnell wieder zu und sich auf den nächsten Besuch freuen. Der steht nach Ostern an. Ich hoffe, dass ich dann auch in den Völkern viele Ostereier - pardon - "Osterstifte" finden werde.

Saskia Schneider

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr