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  • 2017
  • 28.04.
  • 2017.28.04.

Familiendrama

Entenküken

Foto: Saskia Schneider

Schnell über die Straße: Die kleinen Entenküken purzelten fast mehr, als dass sie liefen.

Heute solle es hier ausnahmsweise Mal nicht um die Verlagsbienen gehen, sondern um ihre gefiederten Nachbarn. In den Beeten neben unseren Bienenvölkern hatte sich eine Ente ihr Nest gebaut. Schon letztes Jahr hatte sie dort gebrütet und war erschreckt aufgeflogen als wir an den Bienenvölkern hantierten. Doch noch bevor die kleinen Küken damals schlüpfen konnten, hatten Krähen die Eier vernichtet. Was übrig blieb waren die zerbrochenen Schalen und Mama Ente war weitergezogen.

Dieses Jahr war von mehr Erfolg gekrönt: Zehn kleine Küken wuselten auf dem Dach des Verlagsgebäudes herum. Doch dann passierte das Drama: Eines der Küken stürzte vom Dach und fand sich unten auf der Straße wieder. Aber wie durch ein Wunder war es unverletzt. Mama flog sofort nach, um nach ihrem Kleinen zu schauen während die anderen Küken zurückblieben und nach ihr riefen. Eine Rettungsaktion musste her.

(Bild: Das Entennest lag gut versteckt im Beet auf dem Dachgarten (Pfeil). Foto: Saskia Schneider)

Vom Verlagsdach zum See im Park

Zum Glück wusste André Mißbach, Redakteur der Geflügel Zeitung, die mit im Verlagsgebäude des Deutschen Bauernverlags sitzt, was zu tun ist. Als Experte für Groß- und Wassergeflügel, Hühner und Zwerghühner, Ziergeflügel und als Naturfreund hatte er bereits Erfahrung im Einfangen von Enten. Zusammen mit dem Redaktionsteam gelang es ihm alle zurückgebliebenen Küken auf dem Verlagsdach in einem Karton zu sammeln und zur Mutter und ihrem Geschwisterchen nach unten zu bringen. Nun musste die Schar nur noch sicher zum See des nahegelegenen Parks gelangen.

Leichter gesagt als getan, denn zwischen dem Verlag und dem Park befindet sich eine gut befahrene Straße. Mit Geleitschutz vom Team der Geflügel Zeitung watschelte die Familie los, während das Redaktionsteam des Bienen-Journals das Spektakel vom offenen Fenster heraus beobachtete und mitfieberte als die Familie die ersten Schritte über die Straße wagte.

Dabei stellte sich das Überqueren der Fahrbahn als die kleinste Herausforderung dar. Gefährlich wurde es hingegen bei einer Ausfahrt, als eine ältere Dame, die aus dem Parkhaus schoss, fast ein Familienunglück verursacht hätte. Aber dank der schnellen Reaktion der Redakteure – und der Dame selbst – musste niemand Federn lassen.

Papa Ente wartete schon

Nach diesem Schreck passierte dann gleich das nächste Missgeschick, als sich Mama Ente entschloss, statt brav auf dem Bürgersteig zu bleiben, die Abkürzung durch die Baustelle zu nehmen. Dabei fielen ein paar der Küken in die Baugrube. Auch hier waren die Redakteure sofort zur Stelle, um die Entchen aus ihrer Not zu retten und zur Mutter zu tragen.

Die hatte sich inzwischen für eine Abkürzung über die Wiese entschlossen – weg von Straße und Baufahrzeugen. Das war eine gute Entscheidung und schließlich kamen Mama Ente und alle ihre zehn Küken unverletzt im Park an, wo Papa Ente schon auf sie wartete.

(Bild: Endlich im Wasser. Foto: Jana Kohn)

Ente Gut, Alles gut, kann man da nur sagen.

Saskia Schneider


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