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  • 2017
  • 20.06.
  • 2017.20.06.

Honigernte im Verlag

Honigschleuder

Fotos: Saskia Schneider

Mit der Ausschleudertasche lässt sich das Entdeckelungswachs beim Schleudern vom Honig befreien. Wichtig dabei ist ein passendes Gegengewicht. Eine Honigwabe eignet sich dazu nur bedingt.

Die erste Honigernte ist vollbracht! Wie der Blick in die Honigräume der Völker vor zwei Wochen schon vermuten ließ, waren diese am 12. Juni bereits gut gefüllt. 13 volle Waben konnte ich zusammengenommen aus unseren beiden stärksten Völkern ernten.

Schon beim Schleudern verströmte der Honig ein tolles fruchtiges Aroma. Der Geschmack erinnert an Robinienhonig, was nicht verwunderlich ist. Vor ein paar Wochen blühten die Robinien in der ganzen Innenstatt und wenn man unter ihnen stand, konnte man aus den Kronen das Gesumme tausender fleißiger Arbeiterinnen hören. Auch unsere Verlagsbienen haben da wohl zugeschlagen.

(Bild: Gut vorbereitet: Mit Schürze und Haarnetz geht's ab in den Honigraum, wo dann noch Überzieher aus über die Schuhe kommen. Foto: Sabine Rübensaat)

Dieses Mal habe ich beim Schleudern unsere neue Ausschleudertasche für das Entdeckelungswachs benutzt. Letztes Jahr ließ ich den Honig einfach abtropfen, was aber beim zweiten Erntedurchgang nur noch mäßig funktionierte, da der Honig sehr trocken war und eine gefühlte Ewigkeit brauchte, bis er in einer annehmbaren Menge durch das Gitter in die Wanne des Entdeckelungsgeschirrs getropft war.


Die Ausschleudertasche funktionierte unerwartet gut. Zum Gewichtsausgleich hatte ich ihr eine Honigwabe mit einem (gefühlt) ähnlichem Gewicht gegenübergehängt. Leider wird der Honig wesentlich langsamer aus der Tasche geschleudert als aus den Waben, so dass die Schleuder nach einiger Zeit ganz schön ins Wanken geriet. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, zwei Ausschleudertaschen gegenüberzuhängen und das Argument zum Kauf einer zweiten Tasche. Aber im Prinzip funktionierte die Technik ganz zufriedenstellend. Liebstes und wichtigstes Equipment bei der Ernte ist für mich der Teigschaber. Mit diesem kleinen Ding bekommt man auch noch den letzten Rest Honig aus Eimer, Schleuder oder Abfüllbehälter gekratzt. Man könnte natürlich auch abwarten, bis der Honig von selbst ausgelaufen ist. Aber im Redaktionsalltag ist Zeit knapp, denn Aufräum- und Säuberungsarbeiten müssen idealerweise noch am gleichen Tag erfolgen und wer will schon gerne seine Überstunden mit dem Putzen der Schleuder verbringen?

Der Teigschaber eignet sich aber auch gut für eher sperrige Behältnisse wie der Wanne vom Entdeckelungsgeschirr, die man nicht einfach zum Ablaufen des Honigs hinstellen kann. Außerdem ist es immer wieder faszinierend, welche Mengen da noch von der Schleuderwand gekratzt werden können, obwohl es schon aussieht, als sei der ganze Honig abgelaufen.

(Bild: Mit dem Teigschaber bekommt man auch noch den letzten Rest Honig aus dem Eimer.)


Am Ende sind es dann fünf volle Kartons mit insgesamt 24 kg abgefülltem Honig geworden. Der meiste in 500g-Gläsern. Das war auch höchste Zeit: Von der letzten Ernte 2016 sind nämlich nur noch ein paar 250g-Gläser übrig.

Saskia Schneider

(Bilder: Nachschub: Der Verlagshonig ist sehr beliebt und in einem halben Jahr meist ausverkauft. Ganze fünf Kartons mit insgesamt 24 kg abgefülltem Honig sind bei der ersten Honigernte herausgekommen.)

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