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  • 2017
  • 09.03.
  • 2017.09.03.

Schlechtes Gewissen

Honigvorräte

Fotos: Saskia Schneider

Blick von Oben: Beim genaueren Hinsehen kann man erkennen, dass die Bienen noch verdeckelte Honigvorräte in ihren Waben haben.

8. März Weltfrauentag: Und weil sich an diesem Datum auch ein andres seltenes Schauspiel in Berlin ereignete – nämlich ganze zwei Stunden Sonnenschein – dachte ich, dies wäre eine gute Gelegenheit mal nach unseren Mädels auf dem Dach zu schauen.

Zugegeben, es war auch ein bisschen das schlechte Gewissen, das mich nach oben trieb. Denn ich hatte schon vor fast zwei Wochen die Völker durch Anheben auf Futtermangel kontrolliert, und eines von ihnen kam mir dabei verdächtig leicht vor. Doch mangels Zeit und schönem Wetter ergab sich noch keine Gelegenheit, den Futterstand genauer zu überprüfen. Also ab aufs Dach mit mehreren Futterwaben im Gepäck.

(Foto: Es gibt schon den ersten Pollen zu holen.)

Entwarnung: Reger Flugbetrieb

Oben angekommen gab es dann die erste Entwarnung: Vor allen Völkern herrschte reger Flugbetrieb. Beim Öffnen der Beuten sah ich dann, dass von Futtermangel noch keine Rede sein konnte. Da hatte ich die kiloschweren Futterwaben wohl ganz umsonst mit nach oben geschleppt. Außerdem kam mir die Bienenmasse im Volk, was mir noch vor knapp zwei Wochen zu leicht erschien, schon sehr viel mehr vor als ich sie zur Einwinterung in Erinnerung hatte.

Die weitere Durchsicht bestätigte meine Vermutung: Die Bienen hatten bereits ein kleines aber feines Brutnest angelegt. Jetzt werden einige Leser sicher denken, dass ihre Völker ja schon seit Wochen fliegen und Brüten. Aber ich bitte zu bedenken, dass unsere Damen vom Dach wegen dem starken Wind und den kühleren Temperaturen immer ein bisschen später dran sind als alle anderen.

Bienen waren wenig begeistert

Meine Begeisterung war daher umso größer, als ich meine ersten Larven des Jahres sah. Die Begeisterung der Bienen hielt sich in Grenzen. Sie wirkten nicht sehr angetan, dass da jemand ihre Brut an die kühle Luft zerrte und ausgiebig bestaunte. Es sei mir daher verziehen, dass ich nicht gleich ein Bild vom Brutnest gemacht habe. Aber ich hielt es für klüger, die Wabe lieber wieder schnell zurück ins warme Volk zu stecken und die Durchsicht zügig zu beenden.

Zum Trost gibt es hier noch zwei Bilder von unserem Dadantvolk, dessen Bienen sogar schon ein bisschen Pollen eintrugen.

Saskia Schneider

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