1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Editorial

05.04.2018

Silke Beckedorf

Foto: Sabine Rübensaat

Chefredakteurin Silke Beckedorf

Wilde Völker im Buchenwald

Seit die Varroa bei uns eingeschleppt wurde, gelten wild lebende Honigbienen hierzulande als ausgestorben. Schwärme können nicht überleben, sie gehen an der Milbe zugrunde, das betonen wir immer wieder – auch in diesem Heft. Dennoch hört man manchmal von angeblich milbenresistenten Völkern, die schon jahrelang in einem Mauerloch wohnen. Kann man so der varroatoleranten Biene auf die Spur kommen – etwas, das Wissenschaftler seit Jahren versuchen?

Ganz so einfach ist es wohl leider nicht. Wohnraum für wild lebende Honigbienen ist in unseren Dörfern und Städten knapp, und meist sind es frische Schwärme, die sich in den Höhlen ansiedeln. Um so spannender liest sich der Beitrag von zwei Doktoranden aus Würzburg, die sich in naturnahen Wäldern auf die Suche nach wild lebenden Bienen begeben haben und überraschend häufig fündig wurden. Im Hainich, einem Buchenwald in Thüringen, der als Nationalpark unter Schutz steht, und auf der Schwäbischen Alb haben sie Bienenvölker aufgespürt. Besonders überraschend: Die wild lebenden Bienen sind vermutlich nicht alles entkommene Schwärme von Imkern, sondern scheinen sich aus dem eigenen Bestand weiter in die Wälder auszubreiten.

Leider muss auch das nicht heißen, dass man aus diesen Völkern Königinnen nachziehen kann und damit die Varroa im Griff hat. Wild lebende Völker schwärmen regelmäßig, und diese Brutunterbrechung im Sommer hilft ihnen, die Milbenzahl niedrig zu halten. Auf den Seiten 6 bis 8 erklärt Ihnen unser Autor Martin Gabel vom Bieneninstitut Kirchhain, wie Sie diese natürliche Brutpause auch bei Ihren Völkern nutzen können, um die Milbenzahl wirkungsvoll zu reduzieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und volle Honigtöpfe!

Ihre Silke Beckedorf
Chefredakteurin

Social Media

Folgen Sie uns auf Facebook   Folgen Sie uns auf YouTube   Folgen Sie uns auf Twitter.   Folgen Sie uns auf Google+.

Monatshinweise

Oxalsäure-Behandlung

Dezember – letzte Varroen-Dezimierung

Im Frühwinter steht die Restentmilbung an. Der Behandlungstermin richtet sich nach dem Witterungsverlauf im November und Dezember.  

Weiterlesen

aktueller Monat

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr