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Editorial 2017-08

20.07.2017

Redakteur Sebastian Spiewok

Foto: Sabine Rübensaat

Redakteur Sebastian Spiewok

Der Reizhonig

Wie unser Titelbild schon erahnen lässt, entführen wir Sie mit dieser Ausgabe in die Welt der chinesischen Imkerei. Zu Beginn erfahren Sie mehr über die interessante Haltungsform der Östlichen Honigbiene in Shennongjia. Im Anschluss berichtet unser Autor Robin Folgnandt über seine Erlebnisse im Reich der Mitte. Dabei ist chinesischer Honig für viele Imker ein Reizthema.

Zum einen steht er für Billigware, mit der heimische Produkte preislich nicht mithalten können. Die USA belegen chinesischen Honig daher schon seit 16 Jahren mit hohen Zöllen. Der niedrige Preis ist erstaunlich, wenn man bedenkt, mit wie viel Technik im Nachhinein aus einem minderwertigen Produkt noch ein Honig gezaubert wird, der die hiesigen Kontrollen austricksen soll. Und damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt: die Qualität an sich.

Sicherlich ist es nicht fair, sämtlichen chinesischen Honig über einen Kamm zu scheren – die auffällig hohe Zahl chinesischer Honige, die sich unter aufgeflogenen Verfälschungen befinden, lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen. Auch hier ist es erstaunlich, dass China trotz dieser Problematik zur größten Honigexportnation der Welt aufgestiegen ist. Anscheinend rechnet es sich trotz allem, das Risiko einzugehen, womöglich auch Ware zu importieren, die es nicht durch die Qualitätskontrollen schafft.

Da chinesischer Honig allerdings nicht nur bei den Imkern, sondern auch bei den Konsumenten einen schlechten Ruf hat, wandert er vornehmlich als Süßstoff in die verarbeitende Lebensmittelindustrie. Er hätte es im Honigregal wohl selbst dann erst einmal schwer, wenn chinesische Imker nur noch astreine Ware liefern würden.

Doch wer weiß, vielleicht finden sich die Chinesen auch schon bald auf der anderen Seite wieder, wenn es um Honigverfälschungen geht. Denn chinesischer Honig hat selbst im eigenen Land einen schlechten Ruf, wodurch die Nachfrage nach Honig aus dem Ausland steigt. Das führt dazu, dass China immer mehr Honig einführt. Dabei ist die Nachfrage nach Manukahonig dort besonders groß – und auch in diesem Fall weiß man ja, dass von dieser Sorte deutlich mehr verkauft als geerntet wird ...

Ihr Dr. Sebastian Spiewok
Redakteur

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