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Editorial 2018-01

20.12.2017

Sebastian Spiewok

Foto: Sabine Rübensaat

Redakteur Dr. Sebastian Spiewok

Gut gegessen?

Pflanzenschutzmittel sind bei Diskussionen unter Imkern ein Dauerbrenner. Die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat hat für einen Aufschrei quer durch alle Verbände gesorgt, die sich vehement dagegen gewandt hatten. Doch selbst wenn man Glyphosat verboten hätte – wäre es nicht schon bald durch einen Wirkstoff ersetzt worden, der ähnliche Diskussionen hervorgerufen hätte?

Seit 2013 sind die drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam nur eingeschränkt zugelassen, doch inzwischen bereiten andere Mittel den Imkern Sorgen. So treibt der Wirkstoff Sulfoxaflor die französischen Imker auf die Barrikaden. In Deutschland fürchtet man Importe von Rapssaatgut aus Polen, das mit dem Mittel Lumiposa gebeizt wurde. Zudem machte in der vergangenen Saison neben Glyphosat auch Acetamiprid so manchem Imker einen Strich durch die Honigsverkaufsrechnung: Die Abfüller schickten Kornblumen- und Rapshonig aufgrund zu hoher Rückstände zurück.

Ohne einen grundlegenden Systemwechsel in der Landwirtschaft wird es für die Imker ein ewiger Kampf bleiben. Nur ein größerer Wechsel auf bio würde aus der Spirale herausführen. Aber wäre solch ein Wechsel überhaupt möglich? Eine Studie sagt: Ja – allerdings nur, wenn sich gleichzeitig das Verhalten der Verbraucher ändert.

Ich möchte Ihnen die Freude am Festtagsschmaus nicht verderben, aber fragen Sie sich bei den Zutaten, wie diese hergestellt wurden. Sind es Produkte, bei deren Anbau Glyphosat oder bienenschädliche Pestizide eingesetzt wurden? Dann müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie mit dem Kauf deren Einsatz unterstützen. Es mag eine Utopie sein, dass irgendwann einmal die große Mehrheit der Gesellschaft bewusster einkauft. Aber wenn man es nicht wenigstens im Kleinen versucht, dann wird es nie einen echten Wandel geben.

Ihr Dr. Sebastian Spiewok
Redakteur

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