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Datenaufnahme des DeBiMo

29.04.2014

© Sebastian Spiewok

Das DeBiMo forscht nach den Ursachen erhöhter Winterverluste

Zur Bildergalerie: Datenaufnahme des DeBiMo


Gründung und Ziele des Deutschen Bienenmonitroings

Auslöser für das DeBiMo waren ungewöhnlich hohe Verluste von rund ein Drittel der Bienenvölker im Winter 2002/2003. Daraufhin wurde ein Langzeitprojekt etabliert, um belastbare Daten über Winterverluste zu erhalten und den Ursachen auf die Spur zu kommen. Bundesweit nehmen 120 Imker am Projekt teil.

Von Beginn an stand die Aufklärung der Ursachen von Überwinterungsverlusten im Vordergrund. Für die Frage, ob Bienenvölker während der Saison durch chronische Kombinationseffekte nachhaltig geschwächt werden – z. B. durch unterschwellige Mengen von Pflanzenschutzmitteln in Verbindung mit Bienenkrankheiten –, ist das DeBiMo nicht ausgelegt. Hierfür sind aufwendige Versuche unter kontrollierten Bedingungen notwendig. Solche Zusatzversuche werden derzeit an den Bieneninstitute durchgeführt.

Struktur des DeBiMo

Jeder Telinehmer stellt zehn Bienenvölker zur Verfügung, wobei er Verluste zeitnah durch andere Völker des Bienenstandes ausgleicht. Auf einem Fragebogen notiert der Imker wichtige Daten zu Schleuderterminen, Honigerträgen, Ablegerbildung, Wanderungen, Königinnenverluste, Varroabekämpfung und klinische Symptome während der Saison. Bei den Populationsschätzungen und Probennahmen (im Allgemeinen 3x pro Jahr) werden die Imker von den Mitarbeitern der Bieneninstitute betreut. Sonst führt jeder Teilnehmer die Bienenvölker selbstständig nach imkerlichen Gesichtspunkten.

Datenerfassung und Probenahme an den Bienenständen

1. Frühjahr:
   
- Erfassung von Volksstärke und Zustand der Völker
- Probenahme von Bienenproben für Krankheitsuntersuchungen
 
1. Mai/ Juni:
   
- Probenahme von Bienenbrot zur Rückstandsanalyse
 
2. Sommer:
   
- Erfassung von Volksstärke und Zustand der Völker
- Probenahme von Bienenproben für Krankheitsuntersuchungen
- Probenahme von Bienenbrot zur Rückstandsanalyse
 
3.Herbst:
   
- Erfassung von Volksstärke und Zustand der Völker
- Probenahme von Bienenproben für Krankheitsuntersuchungen
- Probenahme von Futterkranzproben Untersuchung auf AFB

Analysen

1. Krankheitsuntersuchungen:

- Varroabefall von Bienenproben im Sommer und Herbst, 20 Proben pro Imker im Jahr
- Nosema- und Amöbenbefall in der Bienenprobe von Frühjahr und Sommer (alternativ vom Herbst), 20 Proben pro Imker im Jahr
- Acarioseuntersuchung der Bienenprobe vom Frühjahr (Standuntersuchung)
- Analyse auf Viren in der Bienenprobe vom Herbst, 5 Proben pro Imker im Jahr
- Untersuchung von Futterkranzproben im Herbst auf AFB, 2 Proben pro Imker im Jahr
- Bestimmung von Nosema in positiven Bienenproben, 2 Proben pro Imker

2. Mikroskopische Pollenanalysen

- wenn vorhanden, von 2 Honigen pro Imker
- 2 Bienenbrotproben pro Imker

3. Rückstandsanalysen von 2 Bienenbrotproben pro Imker

Datenerfassung der Imkereien

- Art und Zeitpunkt der Varroabehandlung inkl. Brutentnahme
- Imkerliche Maßnahmen
- Art des Winterfutters
- Völkerbestand bei Ein- und Auswinterung
- Honigertrag
- Besonderheiten

Dr. Annette Schroeder, stellvertretend für die teilnehmenden Bieneninstitute

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