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Gentechnisch veränderte Pflanzen in den USA

29.04.2014

© Organic Center

Sojapflanzen werden mit dem Herbizid Roundup besprützt

Zur Bildergalerie: Gentechnisch veränderte Pflanzen in den USA

Bericht und Berichterstatter

In der Märzausgabe des dbj können Sie eine Zusammenfassung eines Berichts über den Einfluss des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen auf den Pestizideinsatz lesen. Der Bericht „Impacts of Genetically Engineered Crops on Pesticide Use: The First Thirteen Years“ wurde vom Organic Center in den USA veröffentlicht, dessen Ziel die Förderung des biologischen Anbaus ist. Hierzu und sammelt und produziert das Center wissenschaftliche Informationen über die biologische Landwirtschaft.

Den Bericht verfasste Chefwissenschaftler Dr. Charles Benbrook, der zuvor für verschiedene Regierungen als Experte für Landwirtschaftspolitik arbeitete und Geschäftsführer der Nationalen Wissenschaftsakademie (NAS) war. Sein Bericht basiert auf Daten des Landwirtschaftsministeriums der USA (USDA), der Firma Monsanto und des Nationalen Landwirtschaftlichen Statistikservice des USDA (NASS). Anhand der Daten errechneten Benbrook und seine Mitarbeiter die Menge der Pestizide, die die Landwirte in den USA in den letzten 13 Jahren auf Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen ausbrachten.

Resistente Unkräuter

Herbizidtolerante Pflanzen (HT-Pflanzen) verursachten einen deutlichen Anstieg des Pestizideinsatzes: Die Landwirte müssen häufiger und mit stärkeren Wirkstoffe gegen resistente Unkräuter vorgehen. Doch auch diese reichen nicht mehr aus. Damit die Unkräuter auf den Feldern nicht Überhand nehmen, sind sogar wieder Landarbeiter im Einsatz, die unerwünschte Gewächse wie Berufkräuter (Conyza) oder Vertreter der Gruppe Amaranthus per Hand beseitigen.

Inseln in Bt-Feldern

Während im Integrierten Pflanzenschutz Pestizide nur kurzzeitig angewandt werden, um eine Resistenzbildung der Schädlinge zu verhindern, sind die Gifte in den Bt-Pflanzen während des gesamten Wachstums der Pflanze vorhanden. Eine derart langfristige Konfrontation der Schädlinge mit einem Bekämpfungsmittel fördert die Entwicklung von Resistenzen. Aus diesem Grund ordnete die Umweltbehörde der USA (EPA) bereits frühzeitig an, in Feldern mit Bt-Pflanzen Inseln mit konventionellen Pflanzen anzulegen. Dadurch wird auf Teile der Schädlingspopulation kein Selektionsdruck ausgeübt, eine Resistenz gegen das Bt-Toxin zu bilden. In der Folge werden zufällig auftretende Resistenzen im Genpool der Schädlinge verdünnt und setzen sich nicht so stark durch.

Anbaufläche

Laut transgen.de, einer deutschen Organisation, die Daten zum Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, sammelt, ohne diese zu bewerten, wurden 2009 in den USA HT-Pflanzen auf 617.000 km2 Ackerfläche angebaut - eine Fläche größer als die von Spanien und Portugal zusammen. HT-Soja bedeckte die Hälfte dieser Fläche. Generell machten gentechnisch veränderte Sojapflanzen 91 %, Maispflanzen 85 % und Baumwollpflanzen 88 % der jeweiligen Kultur aus.

In Europa ging der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 20 % auf rund 860 km2 zurück. Mit 700 km2 lag die größte Anbaufläche in Spanien. Dabei handelt es sich in der Landwirtschaft ausschließlich um Bt-Mais MON810. Zur Abnahme kam es wohl vor allem durch das Anbauverbot in Frankreich und Deutschland. Weitere Länder, in denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden sind die Tschechische Republik, Portugal, Slowenien, Rumänien und Polen.

Sebastian Spiewok

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