1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Leserreise nach Nepal

29.04.2014

Wolken am Annapurna

Zur Bildergalerie: Leserreise nach Nepal

17 Imker und eine Redakteurin  - diese Gruppe brach im November nach Nepal auf. In Katmandu, Pokhara und im Chitwan-Nationalpark erkundeten wir Imkerei und Kultur. Einen Bericht über die Honigjäger und einen Reisebericht lesen Sie in der Januar- und der Februarausgabe des Deutschen Bienen-Journals.
 
Nachfolgend schildert der Teilnehmer Hans Brandt die Eindrücke, die er und seine Frau Brigitte auf der Reise gesammelt haben:
 
Als im Bienenjournal in Dezember vorigen Jahres die Imkereise nach Nepal angekündigt wurde, mussten wir doch einige Tage überlegen, bevor wir uns entschieden, teilzunehmen. Einerseits reizte uns die Reise sehr, war ich doch vor 35 Jahren zweieinhalb Jahre an der indischen Grenze als Entwicklungshelfer im landwirtschaftlichen Bereich tätig gewesen und hatte meiner Frau viel davon erzählt. Andererseits war ich angesichts unserer 65 Jahre doch etwas skeptisch, ob wir alle Anstrengungen gut überstehen würden. Schließlich befürchtete ich, dass ich über negative Entwicklungen enttäuscht sein könnte, hatte ich doch Nepal als malerisches, friedliches Land mit überaus freundlichen Bewohnern in Erinnerung.
 
Jetzt, nachdem die Reise beendet ist und meine gesundheilichen Probleme überstanden sind, muss ich im Rückblick sagen, dass wir mit unserer Teilnahme die richtige Entscheidung getroffen haben.
 
Kathmandu war allerdings wegen der Infrastruktur, die mit dem schnellen Wachstum der Bevölkerung nicht Schritt halten kann, eine herbe Enttäuschung. Aber die Situation in den Bergen hat sich nicht verschlechtert, sondern eher verbessert: Die Abholzung hält sich, jedenfalls in den Gegenden, die wir gesehen haben, durchaus in Grenzen. Viele Kinder, besonders die Mädchen, besuchen die Schule. Vielerorts gibt es Strom und Internet-Cafés. Handies gibt es überall. Gerade diese tragen zur positiven Entwicklung bei. Auch unsere Reisegruppe profitierte davon: Alle Termine klappten, die Busse waren imme zur Stelle, Quartier und Essen waren immer gebucht, das Essen für die Rasten zwischendurch war immer geordert und bei unserer Ankunft fertig.
 
All dieses hatte ich nicht erwartet, mussten wir doch vor 35 Jahren aus den verschiedensten Gründe oft tagelang auf unsere Gesprächspartner warten. Dies soll auch ein Dank und Kompliment an alle Organisatoren sein. Was mich aber besonders berührte, war, dass die Nepalesen trotz aller Probleme, die sie meistern müssen, immer von einer liebenswürdigen Offenheit und Freundlichkeit sind, die den Aufenthalt zu einem Erlebnis werden ließen.
 
Und mich persönlich bewegte besonders, dass mich an meinen damaligen Arbeitsort in Bhairawa ein damals zwölfjähriger Junge wiedererkannte, mit Namen ansprach und meine Frau und mich zum Essen einlud. Heute ist er 47 Jahre alt und hat Frau und zwei Kinder. Seine 77-jährige Mutter erkannte mich auch und wunderte sich, dass ich nach soviel Jahren das Haus trotz der vielen Veränderungen wiedergefunden hatte.
 
Also, die Reise war toll, wir waren eine Supertruppe, und der Dank geht an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.
 
Hans Brandt, Detmold
Themen: Imker, Leserreise, Nepal,

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr