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Bienenbaum. Foto

Neophyten: Gut für Bienen oder eine Gefa...

Als Neophyten bezeichnet man Pflanzen, die sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Doch sie sind umstritten. Die einen sagen, dass sie für Vielfalt sorgen und freuen sich, dass viele von ihnen das Trachtband für die Bienen und andere Insekten verlängern. Doch es gibt auch Kritiker, die die Neophyten als Gefahr für heimische Pflanzen sehen, da sie sich angeblich schneller verbreiten und die anderen verdrängen.

Gärtnermeister und Imker Bernhard Jaesch ist auf bienenfreundliche Pflanzen spezialisiert. Im Interview erklärt er, warum er die Neophyten nicht verteufelt.

1. Bienenbaum, Götterbaum, Schnurbaum – es gibt Baumarten, die nicht heimisch sind und den Bienen viel Nahrung bieten. Warum stehen sie immer wieder in der Kritik?

Jaesch: Das Problem liegt in der Gesetzeslage. Im Bundesnaturschutzgesetz stehen noch einige Passagen, die aus dem Reichsnaturschutzgesetz der Nazis übernommen wurden und diese wollten alle fremdländischen Pflanzen ausrotten. Dass sich Pflanzen ausbreiten und auch zwischen den Kontinenten hin- und herwandern ist ganz normal – auf natürliche Weise und durch den Menschen beeinflusst. Man sagt, dass Letzteres seit der Entdeckung Amerikas, also seitdem die Seefahrt immer stärker wurde, so richtig in Gang kam. Forscher haben begonnen, seltene Pflanzen von ihren Reisen mitzubringen und Pflanzensamen wurde auch als blinde Passagiere in andere Länder gebracht.…

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