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Imkern im Mai

Imkern im Mai: So gelingt die Königinnen...

Im Mai ist es voll im Bienenstock. Die Schwarmzeit beginnt. Wer jetzt auf die Zucht von Bienenköniginnen setzt, hat einige besondere Aufgaben vor sich. Das ist beim Imkern im Mai außerdem im Bienenvolk zu tun.

Der Mai ist der arbeitsreichste Monat des Jahres. Die Völker können nun aus dem Vollen schöpfen. Das Brutnest wird zügig erweitert, und die Waben werden bis zur letzten Zelle bestiftet. Zu Beginn des Monats überwiegt noch die Anzahl der offenen Brutzellen, und das Volk hat genügend Arbeit, die jungen Larven mit Futter zu versorgen.

Ab Mitte Mai kehrt sich das Verhältnis von offener zu verdeckelter Brut um: Nun wird der Platz knapp, wenn der Imker nicht handelt. Als Magazinimker kann ich flexibel auf die Volksgröße reagieren – durch das Aufsetzen von ganzen Honigräumen. So nehme ich erst einmal den Druck aus den Völkern, denn eine Wabe mit auslaufender Brut füllt etwa drei Leerwaben mit Bienen. Da die Völker ihre komplette Volksstärke noch nicht erreicht haben, ist das Aufsetzen der Honigräume besonders von Anfang bis Mitte Mai sehr zweckmäßig.

Königinnenzucht im Mai: Das ist zu tun

Ausgabe 6/2022

Top-Themen:

  • Neue Gentechnik
  • Bestäubungsimkerei
  • Blühmischungen

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bienen im mai honigernte und schwaerme

Bienen im Mai: Honigernte und Schwärme

Der Mai ist der langersehnte Höhepunkt des Jahres. Genau genommen fiebern wir als Imkerinnen und Imker das ganze Jahr über diesem Monat entgegen, der uns Schwärme beschert und Honig bringt. Die lange Winterzeit ist vorbei, der schwierige April mit seinen Wetterrückschlägen und Gefahren überwunden – jetzt endlich sind unsere Bienen im Paradies.

Freilich gab es auch schon Jahre, in denen es den gesamten Mai lang regnete. Solche Wetterkapriolen bringen aber eher uns Imker in Bedrängnis als die Bienen. Haben sie genügend Futter oder Honig sowie einen kleinen Anteil an Pollen, brüten sie auch bei schlechtem Wetter weiter. Eine Verzögerung der Entwicklung in der Natur im April – und auch noch Anfang Mai – ist für uns in der Regel eher positiv. Die Bienen haben Zeit zu wachsen. Sie werden stärker und sind bei einer dann einsetzenden Wärmeperiode besser in der Lage, Honigüberschüsse einzutragen.

Wärme im angepassten Brutraum halten

Das Auswintern im angepassten Brutraum ist eine Möglichkeit, die Volksentwicklung zu beschleunigen. Geben wir, wie bereits beschrieben, dem Brutraum nur so viel Platz, wie er auch wirklich benötigt, und halten wir ihn gut warm – dann wird die Wärmeleistung der Bienen mehr Brut hervorbringen als in Beuten, die von Februar bis April viel zu groß sind. In nicht angepassten Beuten geht viel Energie verloren, was sich in einer Verringerung der Brutleistung niederschlägt.…

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Monatshinweise Mai Ablegerbildung

Mai – Bildung von Ablegern

Die Natur macht es vor

Hehres Ziel eines Bienenvolkes war und ist es sich zu vermehren. So kann es Krankheiten abschütteln sowie Unwägbarkeiten durch Feinde, Elementarschäden an der Behausung und die lange Winterruhe ausgleichen. Vornehmlich die alte Königin ging beim Schwärmen mit einem großen Teil der Bienen ab, oftmals folgten junge Königinnen, ebenfalls mit einem Teil der Bienen. Zurück blieben Waben mit Brut, jungen Bienen und einer jungen Königin. Jedes dieser Völker hatte nun ein neues Ziel: erfolgreich zu überwintern. 

Schwache Bienenvölker stärken – So geht es

Bienenvölker konsequent schröpfen

Ausgehend vom natürlichen Teilungsvorgang der Bienen teile ich die Bienenvölker zum Zeitpunkt des aufkommenden Schwarmtriebes am Stand in je einen Teil mit der Königin samt dem größten Teil der Bienen und einen Teil mit der Brut und den zur Weiterpflege erforderlichen Jungbienen. Dieser Eingriff erfolgt am Ende einer Tracht, sodass ich fünf Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Mit einem einzigen Eingriff sorge ich für Schwarmverhinderung, Jungvolkbildung, Bauerneuerung, integrierte Varroabekämpfung und ernte Honig. In der Praxis sieht das so aus: 
Am Ende der Früh- oder Robinientracht entnehme ich die gesamte verdeckelte Brut, also alle Waben, auf denen sich verdeckelte Brut befindet, aus den Völkern und bilde daraus am selben Stand brutstarke Ableger.…

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Die Verlagsbienen im Augst 2014.
© Sebastian Spiewok

Mai – Landbiene und Sanftmut

Durchsichten brauche ich nur alle zwölf bis 14 Tage vorzunehmen, auch in der intensivsten Schwarmzeit. Nur bei anhaltender Volltracht verkürze ich diesen Rhythmus, damit der Brutraum nicht mit Pollen verstopft wird, was Schwarmstimmung auslösen würde. Finde ich nur glänzende Spielnäpfchen, dann entnehme ich ein, zwei Waben mit Pollen, Futter, Brut und Bienen. Sind Näpfchen aber bestiftet oder gar Schwarmzellen in Pflege, dann werden es entsprechend mehr. Bei verdeckelten Schwarmzellen hilft nur noch, den größten Teil des Brutnestes zu entnehmen, damit der Schwarmtrieb erlischt. Diese Völker scheiden aus der Zucht aus. Die entnommenen Waben ersetze ich durch Mittelwände.
 
Schwarmzellen zu brechen gehört bei mir zu den Ausnahmen, denn fast immer genügt die zurückhaltende Wabenentnahme, um die schwarmträgen Völker arbeitsfreudig zu halten. Will das Volk schwärmen, dann nützt Zellenbrechen nichts: Es wird sofort neue Zellen ansetzen, acht Tage untätig warten und dann im Baum hängen.

Jungvölker für die Sommertracht bilde ich kurz nach dem Frühjahrs- Tiefpunkt: Einem Zuchtvolk entnehme ich eine Zuchtwabe mit offener Brut, dazu die Drohnenwabe mit verdeckelter Brut, die hier seit Anfang April im Volkskern hing, sowie zwei Randwaben mit Futter und allen Bienen. Das Zuchtvolk wird dadurch ein wenig gebremst. Verstellt auf einen anderen Platz, bildet dieser Ableger mindestens drei Weiselzellen.…

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