Editorial

Ein Lied von Eis und Feuer … und Honig

Liebe Leserinnen und Leser, in unserer neuen Ausgabe geht es heiß und kalt zugleich zu. Ziehen Sie sich gedanklich warm an, wenn wir in die kalten Regionen Kanadas vorstoßen, in denen die Temperatur im Winter auf -40 °C sinken kann. Überwinterung über offenem Boden? Diese Frage stellt sich dort nicht. Wie die kanadischen Imker ihre Völker über den Winter bringen, lesen Sie ab Seite 16.

Einen kühlen Kopf zu bewahren heißt es dagegen, wenn wir uns ab Seite 58 in das Dürrejahr 2018 zurückbegeben. Ein einzelner Imker stellte damals einen Antrag auf Dürrehilfe. Dieser wurde jedoch abgelehnt – dem Amt waren die Dokumentationen der Imkerei nicht schlüssig genug, obwohl diese allen Vorgaben für eine Steuerprüfung entsprachen. Berufsimker müssen folglich eine umfangreichere Dokumentation führen, um im Falle eines Falles entsprechende Anträge stellen zu können. Das nächste Extremjahr kommt bestimmt.

Unterschiedliche Angaben zu den Erntemengen von Honig standen dem Antrag des Berufsimkers ebenfalls entgegen. Dabei treten bei diesem Thema immer wieder Widersprüche auf. So hörten wir nun aus einzelnen Bundesländern, dass die Ernten dort in diesem Jahr schlecht ausgefallen seien. In der Mayener Umfrage belegten diese Länder jedoch die vorderen Plätze. Auf der anderen Seite klagten Imker, sie würden ihre gute Honigernte nicht mehr an Abfüllstellen loswerden oder nur noch zu sehr geringen Preisen. Dieser letzte Punkt hat ebenfalls unser Interesse geweckt. Haben Sie Absatzschwierigkeiten, oder können Sie womöglich die Nachfrage nicht befriedigen? Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen mit dem Honigmarkt! Nun wünschen wir Ihnen aber erst einmal viel Spaß beim Lesen unserer aktuellen Ausgabe.

Ihr Dr. Sebastian Spiewok
Redakteur

Sepastian Spiewok
Dr. Sebastian Spiewok ist Redakteur beim dbj

Mehr zur aktuellen Ausgabe

TOP-THEMEN im Dezember-Heft

1. Die Honigjäger von Nepal

Barfuß hängen die Honigjäger in einer Strickleiter an der hohen Felswand, während Hunderte von Kliffhonigbienen um ihre Köpfe surren. Die Jäger sind gerade dabei, mit langen Stangen und einem Korb eine der großen Honigwaben zu ergattern, die sich an einem der Felsvorsprüngen befindet. Unsere Redakteurin Saskia Richter berichtet von der spannenden Honigernte, die die Teilnehmer unserer Leserreise nach Nepal verfolgen durften.

» Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe

2. Eine internationale Norm für Honig

Vor zwei Jahren hat die staatliche Normungsbehörde Chinas vorgeschlagen, unter ihrem Vorsitz eine internationale Norm für Honig und andere Bienenprodukte zu erarbeiten. Obwohl die Erarbeitung einer solchen ISO-Norm auch von anderen Ländern durchaus begrüßt wird, stieß es doch auf Unverständnis, dass der Vorschlag dazu aus China kam. Die bisherigen Treffen verliefen turbulent – und an der Aufmerksamkeit der meisten Imker vorbei. Höchste Zeit, dass über den Prozess einmal berichtet wird, fand daher unser Redakteur Sebastian Spiewok und befasste sich mit dem Thema.

3. Wege in die Erwerbsimkerei

Denken Sie darüber nach, Ihr Hobby zum Beruf zu machen? Erwerbsimker Sebastian Faiß beschreibt in der neuen Ausgabe des dbj mehrere Wege, um mit der Imkerei selbständig zu werden.

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