Bienenlaus

26. Oktober 2020

Bei der Bienenlaus handelt es sich um eine kleine Fliege, die in Aussehen und Größe der Varroa-Milbe ähnelt. Sie sitzt wie diese auf den Bienen. Im Gegensatz zur Varroa-Milbe hat sie sechs statt acht Beine. Obwohl es sich bei der Bienenlaus um eine Fliege handelt, hat sie keine Flügel. Dementsprechend kann sie das Volk nicht verlassen und ist auf die Übertragung durch die Bienen angewiesen.

Es gibt neben der Art „Braula Coeca“ noch mindestens vier weitere Arten. Die Verbreitung erfolgt durch den Verflug von Bienen. In Europa wird sie kaum noch gefunden bzw. scheint ausgestorben zu sein. Dies geschah wohl durch die Verwendung von Bekämpfungsmitteln gegen die Varroa-Milbe.

Bienenlaus: Ernährung

Bei der Bienenlaus handelt es sich um eine Kommensale. Das bedeutet, dass sie sich von der Nahrung der Bienen mit ernährt. Dazu sitzt sie auf dem Kopf der Bienen und ernährt sich von dem Futtersaft, den diese untereinander austauschen. Ferner scheint sie die Biene stimulieren zu können, so dass diese einen Tropfen Futtersaft hervorwürgt. Die genaue Art und Weise der Ernährung in Bezug auf die jeweilige Bienenkaste scheint aber unklar zu sein.

Bienenlaus (Braula coeca) seitlich. Foto: Simon Hinkley and Ken Walker Museums Victoria. CC-BY-NC-4.0

Bienenlaus (Braula coeca) von der Seite. Sie ernährt sich als Kommensale mit von der Nahrung des Bienenvolks. Foto: Simon Hinkley and Ken Walker Museums Victoria. CC-BY-NC-4.0

Fortpflanzung

Zur Fortpflanzung legt die Bienenlaus ihre Eier auf die Zelldeckel der Honigwaben. Die Larven graben sich in die Zelldeckel hinein und bewegen sich durch sie hindurch. Einen starken Befall soll man den vielen kleinen Löchern erkennen können, die die Larven beim Durchbohren der Zelldeckel hinterlassen.

Gefahr für die Bienen?

Anscheinend bevorzugt Braula die Königin als Lebensraum. Ein starker Befall mit der Bienenlaus soll die Legetätigkeit der Königin herabsetzen. Je nach Quelle stellt Braula keine Gefahr für die Bienenvölker dar; oder nur dann, wenn sie das Volk stark befallen hat. Eine Übertragung von Krankheiten auf die Bienen gibt es nicht bzw. ist noch unklar. Reduzieren kann man den Befall mit dem Entdeckeln der Honigwaben, sowie dem Einsatz von Rauch aus dem Smoker.

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