Pelzbiene

20. Oktober 2021

Pelzbienen (Gattung Antophora) sind solitär lebende Bienen, die einen relativ kompakten, stark behaarten Körper aufweisen und daher zum Teil an Hummeln erinnern. Die am häufigsten in Deutschland vorkommende Art ist die Gemeine Pelzbiene (Antophora plumipes). Weltweit gibt es etwas mehr als 400 verschiedene Arten dieser Gattung.

Die Gemeine Pelzbiene (Antophora Plumipes)

Anthophora plumipes, w, an einer Lamium galeobdolon-Blüte, aufgenommen in Stuttgart.

Anthophora plumipes (Copyright: Peter Traub/PJT56)

Die Gemeine Pelzbiene ist etwa 15-19 mm lang, hat einen stark behaarten Körper in braun/grau/schwarzer Farbe. Die Männchen haben zudem eine weiße Zeichnung im Gesicht und die namensgebenden langen, fedrigen Haare an den Füßen (plumipes bedeutet so viel wie Federfuß). Die Weibchen hingegen haben an den Hinterbeinen eine Sammelbürste (Schienenbürste).

Verhalten und Lebensweise

Die Gemeine Pelzbiene fliegt im Frühling zwischen März und Juni. Man kann sie häufig an Taubnesseln beobachten. Sehr auffällig ist ihr schneller Flug – schneller als Honigbienen oder Hummeln. Die Nester sind zumeist an lehmig-sandigen Wänden zu finden. Zum Teil legen auch mehrere Pelzbienen ihre Nester in direkter Nähe zueinander an. Pro Nest wird mindestens eine, oft werden aber sogar mehrere Brutzellen angelegt. Die Larven überwintern in den Zellen und schlüpfen im Frühling des folgenden Jahres.