Scherenbiene

21. Oktober 2021

Die Gattung Chelostoma, ist eine Wildbienengattung aus der Familie der Megachilidae. Scherenbienen leben solitär. Sie haben eine Pollenbürste an der Unterseite des Hinterleibs, mit welchem sie Pollen transportieren können.

Chelostoma florisomne

Chelostoma florisomne (Coypright: Hectonichus)

Die in Deutschland vorkommenden Scherenbienen sind relativ klein mit einer Länge von etwa 4 mm bis 12 mm. Sie sind spärlich behaart und sehr dunkel. Kleinere Arten werden daher oft mit anderen Insektenarten verwechselt. Die weiblichen Exemplare haben sehr starke Mundwerkzeuge, die kleinen Scherenklingen ähneln. Dadurch erhielt diese Gattung ihren umgangssprachlichen Namen.

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DBJ Ausgabe 10/2022

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Verhalten und Lebensweise

Scherenbienen können ab Mai den ganzen Sommer beobachtet werden. Bis Ende August kann man sie fliegen sehen. Sie benutzen für den Nestbau bestehende Gänge zum Beispiel in Totholz und hohle Schilfstängel, so wie man es auch bei Löcherbienen sieht. Außerdem nutzen sie auch Fraßgänge anderer Insekten. Sie nehmen auch gern Nisthilfen aus Schilf in Anspruch. Die Wände zwischen den Brutzellen und der Deckel bestehen im Gegensatz zu denen der Löcherbienen aus Lehm. Den Deckel stellen die Scherenbienen zum Teil aus einem Gemisch aus Lehm und kleinen Steinkörnern her.

Die meisten in Deutschland beheimateten Arten sind strikt spezialisiert auf den Pollen bestimmter Pflanzen, wie beispielsweise die Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi). Durch die gezielte Bepflanzung von Parks und Gärten, ist es daher auch relativ gut möglich Scherenbienen anzulocken und zu beobachten.

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