Imkern in Syrien: Welternährungsorganisation verteilt Bienenvölker

27. Mai 2020

Tausende Familien wurden während des Syrischen Bürgerkrieges aus der Provinz Gouvernement Darʿā im Südwesten des Landes vertrieben. Nun konnten viele Menschen aufgrund der dortigen verbesserten Sicherheitslage in ihre Heimat zurückkehren. Eine davon ist Fatima Abdul Raheem mit ihren drei Kindern. Die Welternährungsorganisation (FAO) berichtet darüber, wie Raheem die Imkerei zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts nutzen möchte.

Fatima Abdul Raheems Mann sei bei einer Explosion ums Leben gekommen, erzählt Raheem der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations). Noch vor dem Krieg betrieb die Familie Gemüseanbau, hatte Schafe, Ziegen und Bienen. Der Krieg hat die junge Mutter vor unabsehbare Herausforderungen gestellt. Als alleinige Versorgerin der Familie möchte Raheem die Imkerei nun wieder aufbauen. Ihr wurden dafür drei Bienenvölker und Imkereigeräte von der FAO zur Verfügung gestellt; weitere Hilfe erhält sie von Imkern vor Ort.

Ausgabe 11/2020

Titelbild Ausgabe 11/2020 DBJ

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„Die Imkerei erzielt gute Ergebnisse – in dieser Saison erwarte ich mindestens zehn Kilogramm Honig von jedem Volk. Auch, wenn ich weiterhin Unterstützung benötige, um finanziell unabhängig zu sein, habe ich mir selbst geschworen, weiter hart zu arbeiten, um meine Imkerei zu erweitern und mein Einkommen zu erhöhen“, sagt Raheem der FAO. Die Honigqualität werde dabei von einem Komitee überprüft, das unter der Aufsicht der FAO und der Arab Beekeeping Union steht.

Den Originaltext des Artikels finden Sie hier>>>

Imkern in Syrien: Neue Chancen

Insgesamt unterstützt die FAO 500 Imkerinnen und Imker in fünf Provinzen Syriens. Ziel sei es vor allem, Menschen den Weg zurück aus der Krise zu ebnen, sagt Mike Robson, Vertreter der FAO in der Arabischen Republik Syrien. Der Zugang zu Betriebsmitteln würde zu einer verbesserten Produktionskapazität und mehr Beschäftigung für schutzbedürftige Landwirte, Frauen, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen führen, so Robson.

Unterstützung syrischer Imkerinnen und Imker

Eine ähnliche Initiative zur Unterstützung von Menschen im ländlichen Raum Syriens startete bereits im Jahr 2016 mit Hilfe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP). Dabei wurden rund 700 syrische Imker und Imkerinnen mit Beuten und Bienenvölkern ausgestattet. Ein Bericht darüber, wie ein Imker aus Syrien seinen Betrieb erfolgreich wiederaufbauen konnte, ist hier zu lesen: Bees in Syria: More than honey, hope>>>

arn

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