Insektensommer 2023: Auffällig viele Hornissen

28. Juni 2023

Die Hummel am meisten und die Europäische Hornisse viel öfter als im vergangenen Jahr – das sind zentrale Ergebnisse der ersten Runde des Insektensommers 2023. Das steckt hinter der Nabu-Mitmachaktion.

Über zehn Tage lang haben wieder viele Menschen in Deutschland im Juni in ihren Gärten und der freien Natur Insekten gezählt. Fast 3.500 Meldungen gingen beim Naturschutzbund Nabu ein und damit deutlich mehr als im Jahr 2022. Die Mitmachaktion des Insektensommers dient nach Angaben des Nabu einerseits dazu Daten über die Verbreitung der Insekten über ganz Deutschland hinweg und deren Veränderungen zu erfassen und gleichzeitig die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie wichtig Insekten und deren Artenvielfalt für uns Menschen und die Natur sind.

Insektensommer 2023: Europäische Hornisse häufiger als 2022

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Der Insektensommer findet in zwei Etappen statt. Nach der ersten Runde im Juni startet ab 4. August 2023 die nächste Runde, die sich wieder über zehn Tage erstreckt. Wie und wo man am besten Insekten beobachten und zählen kann, ist unter nabu.de nachzulesen.

Nach der ersten Runde stehen nun auch schon die Ergebnisse fest – und dabei zeigen sich einige Veränderungen im Vergleich zum vergangenen Jahr. So ist 2023 ganz deutlich die Europäische Hornisse das Insekt, das in der Rangliste der am häufigsten gezählten Insekten am weitesten nach oben klettert. Erreichte sie im Jahr 2022 Rang 30, so ist es in diesem Jahr Rang 11. Gerade die Europäische Hornisse genießt aber bislang keinen guten Ruf – fälschlicherweise wird sie oft als gefährlich beschrieben.

Deshalb klärt der Nabu in seiner Mitteilung zu den Ergebnissen des Insektensommers im Juni auch über die Europäische Hornisse und ihr eigentlich sehr friedliches Gemüt auf. „Leider wissen noch viel zu wenige Menschen, dass Hornissen sehr friedfertige Tiere sind”, teilt dazu Nabu-Insektenexpertin Laura Breitkreuz mit. So würden sie eher fliehen bei Bedrohung und nur dann stechen, wenn man sie massiv stört oder verfolgt.

Insektensommer 2023: Hummeln auf den ersten Plätzen

Dass es häufiger dazu kommt, dass Hornissen gesichtet werden, liegt auch daran, dass die eigentlichen Nistmöglichkeiten der Europäischen Hornisse, beispielsweise Höhlen in Laubbäumen, seltener werden. Deshalb weichen sie auch auf Gartenschuppen oder Vogelnistkästen aus und nutzen nicht mehr eher die abgelegene Orte.

Doch nicht nur Hornissen waren es, die häufig gezählt wurden im Juni. Wie in den Jahren zuvor waren es Hummeln verschiedener Art, die die ersten Plätze der Rangliste beim Insektensommer belegen. Platz eins geht 2023 an die Erdhummel, Platz zwei an die Steinhummel und Platz an die Hainschwebfliege gefolgt von der Ackerhummel.

Die detaillierten Ergebnisse sind unter nabu.de nachzulesen.>>>

jtw

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