Mähfreier Mai: Vielfalt blühen lassen

04. Mai 2023

Wenn jetzt alles anfängt so richtig zu wachsen und zu sprießen, sollte der Rasenmäher dennoch stehen bleiben. Zum dritten Mal in Folge ist die Aktion „Mähfreier Mai“ gestartet.

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DBJ Ausgabe 3/2024

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In Deutschland ins Leben gerufen haben die Aktion „Mähfreier Mai“ die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG) 1822, die Gartenakademie Rheinland Pfalz und die Kampagne „Tausende Gärten – Tausende Arten“. Ursprünglich kommt der „No Mow May“ aus Großbritannien, wo er schon seit vielen Jahren Thema ist. Zum dritten Mal wird die Aktion nun auch hierzulande mit Begeisterung von vielen Verbänden und Initiativen verbreitet.

„Mähfreier Mai“: Insekten brauchen wilde Wiesen

Im Mittelpunkt des Nichtmähens im Frühling und Frühsommer steht das Erhalten der Nahrung und Nistplätze von Insekten und Vögeln. Es geht um eine Blütenvielfalt, die vielerorts fehlt und auch durch falsches Mähen zerstört wird. So sind es oftmals die ungemähten und wilden Wiesen, auf denen sich eine große Biodiversität entwickeln kann. Löwenzahn, Ehrenpreis, Schlüsselblumen und mehr bieten jetzt im Mai vielen Insekten Nahrung. Pflanzenstängel, die nicht golfrasengleich abgemäht sind, können zu Nistplätzen von Wildbienen werden. Dabei können auch schon einige ungemähte Ecken im Garten die Vielfalt fördern. Es muss nicht immer die gesamte Rasenfläche unberührt bleiben.

Doch Wiesen brauchen auch Pflege, damit sich nicht einzelne Pflanzen durchsetzen und andere verdrängen – und dafür brauchen sie auch eine Mahd. Der Zeitpunkt und die Häufigkeit entscheiden allerdings darüber, ob sich dennoch eine Blütenvielfalt erhalten kann. So genügt es bei Blumenwiesen meist, sie zwei Mal im Jahr zu mähen.

„Mähfreier Mai“ für Nahrung und Nistplätze

Im Mai ist allerdings die Zeit im Jahr, in der sich viele Pflanzen und ihre Blüten erst noch entwickeln und Kraft für die neue Saison sammeln. Genauso entwickelt sich auch die Tierwelt erst und braucht gerade jetzt die Blüten und Rückzugsorte in den Wiesen.

Tipps zum Mähen und mehr gibt es hier in unserem Beitrag zum Ökosystem Wiese.>>>

jtw

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