Bodeneinlage

23. März 2021

Die Bodeneinlage ist ein Zusatzelement einer Beute. Die Beute ist der Kasten in dem die Bienen leben. Bodeneinlagen sollten heute nicht mehr Teil der imkerlichen Praxis sein.

Was ist eine Bodeneinlage?

Bodeneinlage-Boden mit Varroaschieber. Foto: Deutsches Bienenjournal

In diesen Ablegerboden wurde die Varroawindel eingeschoben. Sie kann somit auch als Bodeneinlage verwendet werden. Die Verwendung einer Bodeneinlage sollte vermieden werden, da sich dadurch eher Schimmel auf den Waben bildet. Foto: Deutsches Bienenjournal

Eine Beute besteht aus mindestens vier Bauteilen. Dem Boden, ein oder zwei Bruträumen, den Honigräumen und dem Deckel. An der Unterseite des Bodens befindet sich ein großes, rechteckiges Loch. Das Loch ist zum Schutz vor Tieren oder hineinwachsenden Pflanzen mit einem Drahtgeflecht bedeckt. Dieses ist in der Regel festgetackert. Das Loch dient der Belüftung des Bienenstocks.

Einige Imker legen auf das Gitter eine Bodeneinlage oder schieben diese unter das Gitter. Das kann beispielsweise ein Brett oder etwas feste Plane sein. Dadurch soll der Wärmeverlust der Bienen reduziert werden. Letztendlich sollen die Bienen somit eine höhere Überlebenschance haben und weniger Futter verbrauchen. Die Bodeneinlage verwenden Imker in der Regel im Winter sowie im Sommer bei den Ablegern.

Ist die Bodeneinlage sinnvoll?

Eine Bodeneinlage ist in der Imkerei eigentlich nicht notwendig. Sie kann vielmehr zu Problemen führen. Durch den fehlenden Luftaustausch kommt es zur Ansammlung von Schwitzwasser/Kondenswasser. In der Folge können die Waben leichter anfangen zu schimmeln. Diese Waben muss man entfernen, eingeschmolzen und desinfizieren. Auch der Totenfall im Winter beginnt leichter zu schimmeln. Schimmelpilze sind nicht gesund. Eine Kontaminierung des Honigs mit Schimmel müssen Imker ausschließen können.

Im Winter sitzen die Bienen in einer Traube dicht beisammen. Dabei erhitzen sie das Innere ihrer Wintertraube sowie das sich dort befindende Wabenwerk. Dadurch können sie den Honig aus den Waben lösen. Nach außen hin nimmt die Temperatur der Traube ab. Die Bienen sind in Bewegung und jede einzelne befindet sich mal innen und mal außen. Den Raum außerhalb der Traube heizen sie nicht. Zudem ist die Beute oben geschlossen. Es kann kein Luftstrom entstehen, der an der Traube vorbei geht und diese auskühlen könnte.

Auch die Ableger im Sommer benötigen keine Bodeneinlage um die Temperatur besser zu halten. Auch für die geringe Anzahl an Bienen ist es im Sommer ausreichend warm.

Und was ist mit der Varroawindel?

Zur Befallskontrolle des Bienenvolks mit Varroamilben fängt man die toten Milben mit einer Varrowindel auf. Die Bodeneinlage soll die Wärme im Bienenvolk halten.

Die Varroawindel wird lediglich für wenige Tage unter den Boden der Beute geschoben. Nach der Kontrolle der Milbenzahl entfernt man sie und zählt die Varroamilben aus. Neben der Bezeichnung Varroawindel wird diese beispielsweise auch als Gemüllwanne und als Bodenschieber bezeichnet.

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