Wiesenschaumkraut

26. April 2021

Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) ist eine Pflanze aus der Gattung der Schaumkräuter. Die Schaumkräuter wiederum gehören zur Familie der Kreuzblütlergewächse. Zwischen April und Juni blüht es zartrosa an Waldrändern und Auen, an Teichen und auf Streuobstwiesen. Es gehört mit zu einer Reihe von Pflanzen, die Schmetterlinge gerne besuchen.

Das Wiesenschaukraut wird zwischen 15 und 50 cm hoch und gedeiht am besten auf feuchten und lehmigen Böden. Eine leichte Beschattung durch andere Pflanzen ist von Vorteil. Generell gilt es als eher anspruchslose Pflanze. Eine gelegentliche Mahd stört das Kraut nicht in seinem Bestand. Dennoch war das Wiesenschaumkraut früher eine viel verbreitetere Art, die sogar in Massenbeständen auftrat. Heute steht es in einigen Bundesländern sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Vermehrung des Wiesenschaukrauts

Das Wiesenschaumkraut verwendet zum Verteilen seiner Samen als Ausbreitungsstrategie die Ballocherie. Es schleudert seine Samen über eine Distanz von zwei Metern von sich und verteilt sie dadurch. Zudem kann es sich nach einem Jahr über kurze Ausläufer weiter verbreiten. Bei den Samen handelt es sich um Lichtkeimer. Das bedeutet, dass sie zum Keimen auf und nicht im Boden liegen müssen, um Sonnenlicht abzubekommen.

Nutznießer

Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis). Foto: Hans Braxmeier auf Pixabay

Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis). Er blüht zwischen April und Juni mit zartrosa Blüten. Bevorzugte Standorte sind feuchte oder schattige Flächen wie Auen und Streubostwiesen. Foto: Hans Braxmeier

Das Wiesenschaumkraut wird zur Eiablage von der Wiesenschaumzirkade genutzt. Sie ist auch deren Namensgeber. Die Wiesenschaumzirkade legt ihre Eier mit Speichel an das Wiesenschaumkraut. Der Speichel besteht aus reichlich Bläschen, die die Zirkadenlarve feucht halten.

Auch der Aurorafalter findet sich häufig am Wiesenschaukraut um dort Nektar aufzunehmen. Er nutzt es ebenfalls zur Eiablage. Die Raupen ernähren sich vom Wiesenschaumkraut. Das Gelege des Aurorafalters überdauert den Winter an der Pflanze. Deshalb ist es notwendig, dass das Schaumkraut nicht überall radikal abgemäht wird.

Das Wiesenschaumkraut ist eine heimische Wildstaude und dient daher insgesamt vielen Insekten als Nahrung. Auch Wild- und Honigbienen besuchen die Pflanze. Nektar und Pollen bietet sie aber nur mäßig viel an.

Ist das Wiesenschaumkraut essbar?

Das Grün des Wiesenschaumkrauts schmeckt pfeffrig nach Kresse. Zudem können die Knospen und die Blüten gegessen werden. Aufgrund der enthaltenen Senfölglykoside ist es nicht angebracht einen ganzen Salat aus dem Schaumkraut zuzubereiten. Sie können den Verdauungstrakt stören.

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