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Pollenkitt - verschiedene Pollenarten - Foto: Sabine Rübensaat

Pollenkitt

Beim Pollenkitt handelt es sich um eine klebrige Substanz auf den Pollenkörnern. Sie verbessert die Haftung an die Narbe der weiblichen Pflanze und steigert somit die Bestäubungswahrscheinlichkeit bei insektenbestäubten Pflanzen.

Aufbau des Pollens

Das Pollenkorn wird umgeben von einer Schutzschicht, damit es hohen physikalischen und chemischen Belastungen standhält. Sie wird als Sporoderm bezeichnet. Das Sporoderm besteht wiederum aus mehreren Schichten. Die innerste Schicht ist die Intine. Sie besteht aus Pektin und Zellulose und ist von weicher Konsistenz. Die äußere, schützende Schicht bezeichnen Biologen als Exine und gibt dem Sporoderm und damit dem Pollenkorn seine äußere Form. Pollen weist dabei sehr viele verschiedene Formen und Farben auf. Es kann beispielsweise über Rippen, Hacken, Zacken, Körnungen oder Wabenstrukturen verfügen.

Zwischen den genannten Strukturen befindet sich der Pollenkitt. In der Fachsprache wird er als Viscin bezeichnet und setzt sich aus einer Reihe von Fett- und Farbstoffen zusammen. Ziel der Struktur und des Pollenkitts ist die Haftung an die Narbe der Blüten.

Pollenkitt kommt teilweise auch bei den windbestäubten Pflanzen vor. Das liegt daran, dass es ursprünglich lediglich windbestäubte Pflanzen gab. Im Laufe der Evolution kamen insektenbestäubte Pflanzen auf und entwickelten dabei das Pollenkitt. Einige dieser Pflanzen kehrten wieder zur Windbestäubung zurück, behielten das Pollenkitt allerdings bei.…

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