Bienen App im Test – BeeInTouch und BeeBuddy

10. Januar 2017

Für immer mehr Imker gehört das Smartphone zu den alltäglichen Werkzeugen am Bienenstand. So gibt es auch immer mehr Apps, die die Betriebsweise unterstützen sollen. Die dbj-Redaktion hat zwei Bienen-Apps getestet.

BeeInTouch – Digitale Imkereiverwaltung

Seit rund einem Jahr gibt es das kommerzielle Internetportal BeeInTouch, eine digitale Imkereiverwaltung. Nach Angaben der Betreiber haben sich bereits 1.400 Imker mit rund 5.000 Bienenvölkern auf der Internetseite angemeldet. Dieser Umstand verwundert nicht, denn das Produkt kennt viele Funktionen und lässt sich leicht bedienen. Verwalten lassen sich die Bereiche „Stände“, „Lager“, „Zucht“ sowie „Büro“.

Der letzte Punkt ist sehr umfangreich. Er umfasst ein Kassenbuch, eine Anwendung zur Kalkulation des Honigpreises, ein Bestandsbuch für Medikamente, ein Honigbuch zur Rückverfolgung von Honigchargen, ein Materiallager, eine Dokumentation der Fütterung sowie eine Auswertungsfunktion.

Wer Hilfe benötigt, kann sich auf dem Videoportal Youtube erklärende Videos zu BeeInTouch anschauen. Auch wenn das Produkt noch nicht vollständig ausgereift ist, überzeugt es bereits jetzt: empfehlenswert für technikaffine Imker.

Betriebssystem:Für jedes Betriebssystem geeignet, erreichbar über beeintouch.de.

http://www.beeintouch.dePreis: Für bis zu acht Völker kostenlos, 30 Völker kosten 2,37 Euro, 70 Völker 5,69 Euro pro Monat.

Bienen App BeeBuddy – Die Varroa-Warnapp

Die Überwachung des Varroabefalls der Bienenvölker gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben eines Imkers. Wer die gefallenen Milben auf dem Bodenschieber ausgezählt hat, muss wissen, ob die Milbenzahl unter oder über der Schadschwelle liegt. Hierfür gibt es übersichtliche Tabellen mit Schadschwellenwerten.

Die App BeeBuddy errechnet zusätzlich die Zahl der Milben, die sich voraussichtlich im Volk befinden. Liegt die Menge zu einem bestimmten Zeitpunkt unter der Schadschwelle, kann man sich über ein Smartphone warnen lassen, wenn aufgrund des stetigen Populationswachstums der Milbe mit dem Überschreiten der Schadschwelle zu rechnen ist. Ist dies der Fall, bietet die App Hinweise zu aktuell einsetzbaren Medikamenten. Vorher muss der Imker sein Bundesland, Angaben zur Honigernte und die Umgebungstemperaturen eingeben.

Die App suggeriert leider, dass stetige Kontrollen des Varroabefalls durch die Vorausberechnung einer zukünftigen Schadschwelle entfallen könnten. Auch bietet sie kein ganzjähriges Konzept der Varroabehandlung und lässt den Imker zum Beispiel bereits Mitte Oktober zur Oxalsäure greifen. Die App überzeugt daher leider nicht.

Betriebssystem: Die Anwendung lässt sich für Android im Playstore oder für iOS im App Store herunterladen.

Preis: Bis zu zwei Völker sind kostenlos, danach bezahlt man 1,99 Euro pro Monat.

Bienenstich Allergie: Und nun?



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