Aurelia Stiftung ruft zu Honiguntersuchungen auf

21. Dezember 2021

Landwirte dürfen das Neonicotinoid Acetamiprid seit Frühjahr 2021 nicht mehr in die offene Blüten spritzen. Das soll Bienen schützen. Meistens kommen sie über den Raps in Berührung mit Acetamiprid. Aber wird das Verbot auch eingehalten? Imker können nun an Honiguntersuchungen mitmachen.

Von Pflanzenschutzmitteln, die Neonicotinoide enthalten, ist bekannt, dass sie die Lebensdauer unserer Bienen verkürzen und ihr Orientierungs- und Navigationsvermögen schädigen können. Außerdem können sie als Rückstände im Honig nachgewiesen werden. Deshalb wurde das Ausbringen dieser Mittel in den letzten Jahren eingeschränkt. Seit dem Frühjahr 2021 gilt für das Neonicotinoid Acetamiprid die Einschränkung, dass Landwirte es nur noch dann spritzen dürfen, wenn die Pflanzen die Blüten noch nicht geöffnet haben.

Honiguntersuchungen auf Acetamiprid

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Diese Einschränkung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) haben für Imker eine große Bedeutung. Acetamiprid kommt als Insektizid häufig im Raps zur Anwendung. Durch das Verbot sollte es also nicht mehr in der offenen Rapsblüte landen und damit auch nichr mehr im Rapshonig landen. Bienen sollten über die offenen Rapsblüten beim Nektarsammeln nicht mehr mit Acetamiprid in Berührung kommen.

Um zu überprüfen, ob dies auch wirklich nicht mehr geschieht, ruft die Aurelia Stiftung zu Honiguntersuchungen auf. Die Stiftung, die nach eigenen Angaben die Einschränkungen gemeinsam mit dem Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB) erstritten hat, organisiert Untersuchungen des Rapshonig aus dem Jahr 2021 und ruft Imker nun zur Teilnahme auf.

Die Teilnahmebedingungen für die Honiguntersuchungen

„Mit den Untersuchungen wirft die Stiftung einen kritischen Blick darauf, ob diese Beschränkung auch eingehalten wird und ausreicht, eine Belastung des Honigs und der Bienen zu verhindern“, teilt die Aurelia Stiftung mit. Wer mitmachen möchte, sollte eine Honigprobe bis zum 10. Januar 2022 an die Stiftung senden und bekommt dann auch die Ergebnisse mitgeteilt. Die Organisatoren bitten dafür um eine Spende von rund 30 Euro.

Die genaue Adresse, an die die Honigproben geschickt werden sollen und alle Teilnahmebedingungen im Detail gibt es hier zum Nachlesen.>>>

jtw

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