Honig

04. Mai 2021

Was man als Honig bezeichnen darf, ist in der Honigverordnung genau geregelt. Bei Honig handelt es sich demnach um einen Stoff, den Bienen gesammelt und verarbeitet haben. Er muss von den Bienen umgewandelt, entwässert, in Waben eingelagert und gereift sein. Als Ausgangssubstanz sind folgende Stoffe zugelassen:

  • Nektar aus Blüten,

  • Sekrete von belebten Pflanzenteilen (wie extraflorale Nektarien),

  • Sekrete von an belebten Pflanzenteilen saugenden Insekten.

Woraus besteht Honig?

Honig-Honig-läuft aus der Schleuder in ein Sieb. Foto: Sabine-Ruebensaat

Honig läuft aus der Schleuder in ein Sieb. Foto: Sabine Rübensaat

Honig besteht zum Großteil aus Zucker. Zucker werden auch als Kohlenhydrate bezeichnet. Alle Kohlenhydrate kommen in folgendem Verhältnis vor: zwei Teile Wasserstoff, ein Teil Kohlenstoff und ein Teil Sauerstoff.

Nektar enthält unter anderem die Einfachzucker Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Daneben gibt es im Nektar den Zweifachzucker Saccharose. Dieser wird durch das Enzym Invertase in Glucose und Fructose aufgespalten.

Honig enthält außerdem ungefähr 18 Prozent Wasser. Der Wassergehalt im Nektar ist weit aus höher. Die Bienen dehydrieren diesen auf einen Wassergehalt von etwa 18 Prozent. Dadurch wird dessen Haltbarkeit erhöht, weil Bakterien schlechter überleben und sich vermehren können.

Zudem besteht er zu einem geringen Anteil aus Aminosäuren, Eiweiß, Mineralstoffe, Farbstoffe, organische Säuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Durch die Ernte enthält er zudem geringe Mengen an Pollen und Bienenwachs. Beim Schleudern in der Honigschleuder gelangen Wachsstücke in den Honig. Zudem löst sich Pollen aus den Waben. Auch während der Verarbeitung des Nektars durch die Bienen gelangen Pollen hinzu. Beim Sieben verbleiben diese Stoffe teilweise im Honig.

Welche Honigarten gibt es?

Es wird nach der Ernteform des Honigs und dem Ursprung des Nektars unterschieden. Wenn der Imker die Waben auspresst, handelt es sich um Presshonig. Dieser enthält mehr Wachsreste und Pollen als Schleuderhonig. Beim Schleudern dreht der Imker die Waben in einer Zentrifuge. Durch die Zentrifugalkraft fließt der Honig aus der Wabe heraus. Das Schleudern ist die gängigste Form der Honigernte.

Blütenhonig kommt aus dem Blütennektar einer Pflanze. Honigtauhonig entsteht aus dem Sekret von Insekten, die an Pflanzen saugen. Der Pflanzensaft enthält eine große Menge Zucker. Einen Teil davon scheiden die Insekten wieder aus. Die Ausscheidungsprodukte sammeln die Honigbienen.

Gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen?

Honig schmeckt tatsächlich sehr unterschiedlich. Dabei hängt der Geschmack von den Pflanzen ab, an den die Bienen den Nektar oder das Pflanzensekret gesammelt haben. Am besten lässt sich dieser Geschmacksunterschied feststellen, wenn man verschiedene Sortenhonige testet. Die meisten Sortenhonige enthalten mindestens zu 60 Prozent den Nektar der genannten Pflanze.

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