Volksbegehren in Niedersachsen gestartet

10. Juni 2020

Das Volksbegehren in Niedersachsen „Artenvielfalt.Jetzt!“ ist Anfang Juni gestartet. Was die Ziele sind, wie es gelingen kann und welche Kritik es daran gibt, erfahren Sie hier.

Eigentlich sollte das Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!“ bereits Ende März beginnen, doch da das Unterschriftensammeln durch die Kontaktbeschränkungen kaum möglich war, hatten die Initiatoren vom Naturschutzbund Niedersachsen (NABU) den Start verschoben. Nun wurde er möglich und das Volksbegehren konnte starten.

Ausgabe 11/2020

Titelbild Ausgabe 11/2020 DBJ

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Die Initiative wird unter anderem vom Landesverband der Imker Weser-Ems, einzelnen lokalen Imkervereinen sowie dem Berufsund Erwerbsimkerbund unterstützt. Damit das Begehren erfolgreich ist, müssen innerhalb von sechs Monaten rund 610.000 Menschen unterschreiben, also zehn Prozent der niedersächsischen Wahlberechtigten.

So kann das Volksbegehren in Niedersachsen gelingen

Ziel des Volksbegehrens ist ein neues niedersächsisches Naturschutzgesetz. „Für mehr Artenvielfalt müssen wir die Flächenversiegelung stoppen, mehr Vielfalt in der Landschaft schaffen, den Pestizideinsatz reduzieren, den Ökolandbau steigern und Landeswälder naturnah bewirtschaften“, sagt Anne Kura, eine der Initiatorinnen des Volksbegehrens.

Laut ihrem Kollegen Dr. Holger Buschmann sind auch Fördermöglichkeiten und ein Erschwernisausgleich für Landnutzer sowie Regelungen für Wald und öffentliche Flächen Bestandteil des Gesetzes: „Uns ist wichtig, dass Landwirte für Umweltleistungen, die sie erbringen, auch entlohnt werden.“

Volksbegehren in Niedersachsen
Eine Initiative will in Niedersachsen per Volksbegehren das Naturschutzgesetz ändern. Foto: Mareike Sonnenschein

Diese Kritik am Volksbegehren gibt es

Allerdings protestierten niedersächsische Landwirte bereits vor der Geschäftsstelle des NABU in Hannover, da dieser den Gesetzesentwurf nicht vorab mit den Landwirten besprechen wollte. „Wenn wir Natur-, Umwelt- und Artenschutz gemeinsam stärken wollen, dann müssen wir Landwirte mit einbezogen werden“, forderte Dr. Holger Hennies, Vorsitzender des Vereins Landvolk Hannover. Auch der Landesverband der Hannoverscher Imker beteiligt sich nicht am Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!“.

Hier gelangen Sie zur Website des Volksbegehrens „Artenvielfalt.Jetzt!“. >>>

spie

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