Schlagwort: Bestäuber

Feldwespen im Nest

Feldwespen: Oft verwechselt und verscheu...

Feldwespen – auch Hauswespen genannt – leben zwar meist nahe bei uns und sind auch nicht selten. Dennoch sind sie es nicht, die uns am Esstisch besuchen oder gar lästig werden, wenn wir uns im Garten aufhalten. Feldwespen sind friedlich und nützlich. So erkennt man sie.

Wespen sind nicht gerade die beliebtesten Insekten. Wohl die meisten Gärtner, Balkonbesitzer, Biergartenbesucher oder auch Imker finden sie lästig. Dabei gibt es „die Wespe“ genauso wenig wie „die Biene“. Ihre Vielfalt ist riesig. So müssen auch scheinbar unbekannte Arten wie die friedlichen Feldwespen mit dem schlechten Ruf der Wespen generell leben. Online stößt man so auch schnell auf Fragen und Hinweise dazu, wie sich Feldwespen am besten vertreiben lassen. Doch das ist gar nicht nötig.

Feldwespen greifen nicht an

Ausgabe 6/2022

Top-Themen:

  • Neue Gentechnik
  • Bestäubungsimkerei
  • Blühmischungen

Jetzt lesen

Weiterlesen >>
Wildbienen Bestaeubung Foto: AdobeStock_Imkerei Hablützel

Wildbienen-Bestäubung: Mauerbienen statt...

Einen lehmhaltigen Boden und die passende Nistmöglichkeit: Mehr braucht Claudia Schernus nicht, um ihren Mauerbienen ein Zuhause zu geben. Die Obstbäuerin aus Frankfurt (Oder) setzt die Mauerbienen gezielt zur Wildbienen-Bestäubung ein.

Die erste Generation der Gehörnten Mauerbiene hatte Claudia Schernus erstmals im Winter 2018/19 angeschafft. Da für sie der Obstanbau ohne den Einsatz von Glyphosat nicht machbar sei, hat sie sich dagegen entschieden, weiter mit Imkern zusammenzuarbeiten. Sie könne der Forderung, auf Glyphosat zu verzichten, nicht gerecht werden. Dass es den Mauerbienen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schlechter ginge, kann sie nicht bestätigen.

Wildbienen-Bestäubung mit der Gehörnten Mauerbiene

Der Vorteil der Gehörnten Mauerbiene liegt darin, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen zur Bestäubung ausfliegt – dann, wenn Honigbienen lieber in ihrem warmen Stock bleiben. Für die selbst gebaute Behausung nutzt Schernus Bambusröhren, in welche die Mauerbienen bis zu sieben Kammern einrichten. Die Kammern schließen die Bienen mit Lehm, den sie auf dem gewässerten Boden finden.

Der erste Abschnitt des Videos zeigt, wie sich die Mauerbienen von Claudia Schernus am Gründonnerstag (9. April 2020) auf dem Weg ins Freie machen. Schernus hatte sie mit dem Handy aufgezeichnet. Etwas zu früh als geplant waren die Bienen im Lagerhaus geschlüpft: ein kaputtes Kühlaggregat und die warmen Frühlingstage waren schuld.…

Weiterlesen >>
bestäuber in not aktuelle zahlen und fakten
28. Dezember 2016

Bestäuber in Not: Aktuelle Zahlen und Fa...

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat Zahlen und Entwicklungstrends zur Bedeutung der Bestäubung zusammengetragen. Diese zeigen: die Abhängigkeit der Landwirtschaft von blütenbestäubenden Insekten nimmt zu. Doch es gibt immer weniger von ihnen.

Weltweit sind 90 Prozent aller wildwachsenden Blütenpflanzen und 75 Prozent der Nutzpflanzen darauf angewiesen, dass sie von Tieren besucht werden, die ihre Pollen, Samen und Sporen weiter verbreiten und so die Pflanzen vermehren.
Bienen spielen bei der Bestäubung eine besondere Rolle: Mehr als 20.000 Bienen-Arten gibt es auf der Erde und sie bestäuben mehr als 90 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen. Doch auch zahlreiche andere Insekten wie Schmetterlinge, Käfer oder Schwebfliegen wirken dabei mit – genauso wie einige Wirbeltiere wie Kolibris, Fledermäuse oder Geckos.

Bestäuber in Not: Ernteverluste ohne Bestäubung

Ohne die Bestäubungsleistung der Tiere würde die Landwirtschaft weitaus geringere Ernte einfahren und wir hätten eine geringere Auswahl an Lebensmitteln zur Verfügung. Dazu kommen massive wirtschaftliche Einbußen. Nach Einschätzung der Forscher des Helmholtz-Zentrums würden fünf bis acht Prozent der weltweiten Ernten ohne die Bestäuber verlorengehen. Sie haben neueste Zahlen und einige sehr interessante Fakten zusammengetragen, die die Bedeutung der Bestäuber herausstellen.

So identifizieren sie wirtschaftliche Verluste, die zwischen 235 und 577 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen, für den Fall, dass eine Bestäubungsleistung durch Tiere nicht mehr gewährleistet ist.…

Weiterlesen >>
10. März 2016

Bienensterben: Wildbienen besonders bedr...

Die Gärten in Deutschland sind zu aufgeräumt, die Flächen auf dem Land werden zu intensiv genutzt. Wildbienen finden immer weniger Nistmöglichkeiten und Nahrung. Viele Arten gelten als gefährdet. Die Bundesregierung musste nun Rede und Antwort stehen, was sie dagegen unternehmen möchte.

Vier Fünftel der Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Die Artenvielfalt und viele landwirtschaftlichen Erträge hängen davon ab, was Käfer, Fliegen, Schmetterlinge, Wild- und Honigbienen leisten.

31 Arten vom Aussterben bedroht

Auf etwa 560 verschiedene Arten wird die Zahl an Wildbienen geschätzt, die in Deutschland heimisch sind bzw. ursprünglich heimisch waren. Doch gerade diese Gruppe der bestäubenden Insekten ist besonders stark bedroht. 39 Arten davon gelten als ausgestorben oder verschollen. 31 Arten sind nach der aktuell geltenden Roten Liste vom Aussterben bedroht. Viele weitere sind stark gefährdet, so dass insgesamt 40,9 Prozent der Wildbienen zu den bestandsgefährdeten Arten zählen.

Die Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Abgeordneten der Grünen hervor. Diese wollten unter anderem wissen, wie die Bundesregierung die aktuelle Situation der Wildbienen in Deutschland und deren Entwicklung seit den 1980er Jahren einschätzt und was sie zu deren Verbesserung unternimmt.

Zu wenig Nahrung und Nistplätze

Die dargestellte Lage zeigt sich dramatisch.…

Weiterlesen >>