Schlagwort: Drohnenbrut

Wissenswertes rund um den Drohn

Welche Aufgaben hat eigentlich ein Drohn im Bienenstock? Kann er wirklich nicht stechen? Und was steckt hinter der Drohnenschlacht? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die männliche Biene gibt es hier.

Was ist ein Drohn?

Ein „Drohn“ ist eine männliche Biene. Drohnen schlüpfen aus den unbefruchteten Eiern, die die Bienenkönigin zwischen März und Juli legt. Nur dann benötigen Bienenvölker Drohnen, denn nur dann fliegen die jungen Königinnen eines Jahres zur Begattung – zum sogenannten Hochzeitsflug – aus.

Der Drohn unterscheidet sich äußerlich stark von der Arbeiterin. Er ist größer und dicker. Auffällig sind außerdem seine größeren Facettenaugen und dem Körper entsprechend größere Flügel. Mit diesen kann er, wenn nötig, auch Entfernungen von bis zu drei Kilometern zurücklegen. Derart weite Strecken fliegt er aber nur zur Begattung einer Jungkönigin zu sogenannten Drohnensammelplätzen.

Der Drohn ist stachellos. Er besitzt weder eine Giftblase und kann somit nicht bei der Verteidigung des Bienenstocks helfen, noch ist seine Aufgabe, Nektar zu sammeln oder gar den Nachwuchs zu versorgen. Für die eigentliche Arbeit im Bienenstock ist der Drohn anatomisch auch gar nicht ausgerüstet.

Ausgabe 6/2022

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Drohnenbrut für Igel Foto: AdobeStock_frank11 (1)

Mit Drohnenbrut Igel retten

Ausgeschnittene Drohnenbrut bitte nicht entsorgen. Im Frühjahr eignet sie sich als Leckerbissen für Igel. Sie helfen den Igeln schnell wieder an Gewicht zuzulegen.

Tiere, die aus dem Winterschlaf erwachen, haben Hunger. So auch Igel – die einzigen Insektenfresser unter den Winterschläfern. Sie sind im zeitigen Frühjahr auf Nahrungssuche und freuen sich, wenn man ihnen geeignete Nahrung anbietet. Bei genügend Minusgraden können sie bis zu fünf Monate von der kalten Jahreszeit verschlafen. Dann sind sie jedoch oft sehr abgemagert und brauchen Fett und Einweiß.

Fett und Einweiß sind genau die Stoffe, aus denen Drohnenmaden bestehen. Die meisten Imker schneiden diese im Frühjahr und Frühsommer aus den Rähmchen aus, um die Varroa-Milbe zu bekämpfen. Man kann damit Hühner oder andere Vögel füttern bzw. aufziehen. Doch meist schmelzen sie Imker ein, um das begehrte helle Wachs zu gewinnen, oder sie landen in der Mülltonne bzw. auf dem Kompost.

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Monatshinweise zum Imkern im April, 2016

April – Tränke, Drohnenbrut und Ausmiste...

Die Wanderung beginnt

Der April hält für Imker und Bienen mitunter Überraschungen bereit. Es kann noch einmal einen Wintereinbruch geben, oder der April wird schon so warm, dass Ende des Monats die ersten Schwärme fallen. In den meisten Jahren gibt es weder das eine noch das andere Extrem. Dann steht die Wanderung in den Raps an.

Zuvor werden die Bienen vom Amtsveterinär gründlich auf Amerikanische Faulbrut untersucht. Aufgrund der großen Bienendichte im Stadtgebiet bricht in Berlin immer wieder die Faulbrut aus. Auch in der Nähe meiner Bienenstände gab es schon Erkrankungen. Daher sind meine Amtstierärztin und ich uns darüber einig, dass von allen Völkern, mit denen gewandert werden soll, eine Futterkranzprobe genommen wird.

Das ist in meinem Stadtbezirk so festgelegt. In Berlin gibt es keine einheitliche Regelung. Jeder Amtsveterinär entscheidet in eigener Verantwortung, was er für eine Wandergenehmigung für sinnvoll hält.

Zusätzlich gibt es seit 2014 ein vom Land Berlin gefördertes Faulbrut-Monitoring. Dazu nehmen die Imker selbst Futterkranzproben und schicken diese an das für uns zuständige Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Daran beteilige ich mich mit meinen Standvölkern.

Da meine Stand- nicht getrennt von den Wandervölkern geführt werden, lasse ich alle Bienenvölker regelmäßig auf Faulbrut testen. Sicher ist sicher.

Bisher hatte ich noch keinen Faulbrutfall in meiner Imkerei.…

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