Schlagwort: Honigjäger

Honigjäger in Nepal - Foto: Silke BEckedorf

Honigjäger in Nepal: Wilde Bienen, süßer...

Auf einer wackeligen Leiter über den Felsklippen hängend, ernten die Honigjäger in Nepal die Waben der größten Honigbienen der Welt. Silke Beckedorf war im Jahr 2009 dort, und hat ihre Eindrücke in einer Reportage festgehalten.

Seit seinem 24. Lebensjahr klettert Nakkal Gurung den Bienen nach. In schwindelerregender Höhe hängt der Honigjäger in der Leiter, unter ihm die steil abfallende Klippe, um ihn herum wütende Bienen. Uns, den aus Deutschland angereisten Imkerinnen und Imkern, verschlägt der Anblick den Atem. Die Bienen sind um einiges größer als zu Hause, und Imkerei so nah am Abgrund, das gibt es bei uns allenfalls im übertragenen Sinne.

Ausgabe 6/2022

Top-Themen:

  • Neue Gentechnik
  • Bestäubungsimkerei
  • Blühmischungen

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Honigjagd: Knüpfen mit Seilen aus Bambusfasern

Nepal: Die Honigjagd beginnt – Teil 6...

Wir treffen uns auf einer Lichtung im Tal nahe dem Fluss Modi, um zur Honigjagd aufzubrechen. Anand Paudel, der Priester des Dorfes, sitzt bereits am Feuer und bereitet das Ritual zur Ehrung der Götter vor. Normalerweise wird dafür ein Hahn geschlachtet. Aber aus Rücksicht auf die Gruppe opfert er heute stattdessen ein paar Eier.

Anand Paudel, der Priester, bereitet die Opfergabe an die Götter vor: Eierfladen und Äpfel. Foto: Gert-Alf Schmiedel

In der Pfanne bereitet der 73-jährige daraus Fladen, die er später mit Äpfeln serviert. Ein Teil geht an die Götter, der Rest wird unter allen Teilnehmenden geteilt. Eine Stunde dauert die Zeremonie. Ohne den Segen der Götter findet keine Honigjagd statt. Auch wir als Zuschauer bekommen einen Punkt auf die Stirn und etwas von den Eierfladen zum Essen serviert. Über zehn Männer des Gurungklans sind heute für die Honigjagd gekommen.

Jeder Teilnehmer erhält den göttlichen Segen, damit niemandem etwas Böses bei der Honigjagd zustößt. Fotos: Nils Heichen

Auf Honigjagd bei den Kliffhonigbienen

Khadka Bahadur ist der Hauptjäger. Seit 21 Jahren erntet er den Honig aus den Waben der Kliffhonigbienen. Während alle mit den Vorbereitungen und dem Ritual beschäftigt sind, läuft er allein und fernab der Gruppe über die Wiesen, so als würde er sich mental auf die anstehende Jagd vorbereiten.…

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Flussüberquerung auf schmalen Hängebrücken

Leserreise nach Nepal: Hinauf in die Ber...

Wir erklimmen das Mittelgebirge Nepals: Auf Steintreppen geht es beständig bergauf ins Australien Camp. Fotos: Nils Heichen

Von Bandipur fahren wir mit dem Bus nach Pokhara. Hier startet unsere Trekking-Tour nach Landruk, wo wir in ein paar Tagen die Honigjäger treffen wollen. Dafür packen wir nur das Nötigste ein: einen Tagesrucksack und eine kleine Gepäcktasche, die von den Trägern transportiert werden. Je 25 Kilogramm Gepäck wuchten sie auf ihren Rücken. Die Last befestigen sie zusätzlich mit einem Gurt an der Stirn. So verteilt sich das Gewicht besser. Eine in Nepal typische Art, schwere Gegenstände und Güter zu transportieren.

Giganten der Bergwelt Nepals

Es geht weiter bergauf und bergab. Oft begegnen uns Einheimische, die alle möglichen Güter wie zum Beispiel Hühner von Dorf zu Dorf transportieren.

Unsere erste Wanderung führt uns viele Steintreppen hinauf zum Australien Camp. Auf 2.120 Metern Höhe genießen wir den ersten Ausblick auf das Annapurnagebirge und eine warme Suppe zum Mittagessen. Danach geht es noch ein paar Schritte weiter nach Pothana, wo wir die Nacht verbringen. Als wir ankommen, stecken die Riesen des Annapurnagebirges mit ihren Köpfen noch in den Wolken.

Der erste Zwischenstopp ist erreicht: In Pothana erwartet uns ein erster Blick auf den 6.993 Meter hohen Machhapuchhre.

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