Immer wieder heißt es, über Bienenwachs sei wenig bekannt. Die genaue Zusammensetzung sei nicht gut erforscht. Angesichts der Tatsache, dass Bienenwachs aus über 300 verschiedenen Substanzen bestehen soll, mag diese Darstellung vielleicht stimmen.

In Bezug auf die wesentlichen Bestandteile des Wachses, auf die es bei einer Wachsverfälschung ankommt, ist diese Aussage jedoch falsch. Hier ist Bienenwachs sehr gut erforscht. Um dies darzulegen, haben wir hier eine unvollständige Auflistung von wissenschaftlichen Publikationen über Bienenwachs zusammengestellt.

Bienenwachs ist gut definiert

Diese Publikationen zeigen, dass es eine gewisse Variabilität in der natürlichen Zusammensetzung des Bienenwachses gibt. Sie zeigen aber auch, dass sich diese Variabilität in Grenzen hält. Das gilt vor allem, wenn man nur Wachs europäischer Bienenrassen berücksichtigt. Dies wurde uns auch in Gesprächen mit Mitarbeitern von Analyselaboren bestätigt. Bienenwachs ist also entgegen landläufiger Aussagen relativ gut definiert.

Nach Ansicht eines von uns befragten Rechtsanwaltes sollten diese wissenschaftlichen Veröffentlichungen zudem ausreichen, um auch ohne bestehenden Standard als Kunde Mittelwände aus gepanschtem Wachs beanstanden zu können. Er verweist zudem darauf, dass es sich bei dem Bienenwachs, das für Herstellung von Mittelwänden verwendet wird, nach allgemeiner Auffassung um reines Bienenwachs handelt.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Beschaffenheit von Bienenwachs: