Verlagsbienen

Es summt und brummt auf der Dachterrasse des Verlagshauses in Berlin-Wilmersdorf. Seit 2009 hält dort die Redaktion des Deutschen Bienen-Journals mehrere Bienenvölker. Auch mitten in der Stadt finden die Bienen reichlich Nektar und Pollen. Vom Dach aus starten sie zu ihren Sammelflügen zu den vielen Alleebäumen. Vor allem Rosskastanien, Robinien und Linden liefern viel Nektar für den leckeren Verlagsbienenhonig. Doch auch in einer nahen Parkanlage, einem Friedhof und einer Kleingartenkolonie werden die Bienen fündig. Kittharz, die sogenannte Propolis, halten wiederum die benachbarten Pappeln parat.

Über Blog, Webcam und Stockwaage erfahren Sie, was am Bienenstand gerade los ist. Sie können die Bienen beim Ausfliegen beobachten, an der Waage überprüfen, ob Nektar eingetragen wird, und nachlesen was die Bienen sonst noch den lieben langen Tag über so machen.

Sebastian Spiewok

Verlagsbienen Webcam: live aus Berlin

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honig ernten teil eins erste honigernte 2019

Teil 1: Erste Honigernte 2019

Mi 19.06.19: Erst wird geputzt, dann kommt die Honigernte:

Bei 30 °C in einem Imkeranzug an den Völkern zu stehen, ist wahrlich kein Honigschlecken. Das war uns natürlich auch klar. Daher hatten wir unseren Termin für die erste Honigernte dieses Jahr auf den Donnerstag am 20.06.2019 gelegt. Nach der Hitzewelle mit Temperaturen über 30 °C, sollte es an dem Tag endlich etwas kühler und bewölkt werden. Leider war auch Regen angesagt, wenn auch nicht viel.

Am Mittwoch begannen wir unseren Honigraum für die Ernte vorzubereiten. Wir schrubbten den Raum von den Arbeitsflächen bis zum Boden blitzeblank. Mit einem Schaber für zugefrorene Autoscheiben rückten wir den kleinsten Resten an Propolis zu Leibe. Anschließend wischten wir den Raum mehrmals gründlich aus. Bei der Hitze ist das eine wirklich schweißtreibende Arbeit. Zum Schluss legten wir noch unser Entdeckelungsgeschirr bereit.

Die Nachricht von der Honigernte in dieser Woche, hatte sich schnell im ganzen Verlag herumgesprochen. Aus anderen Abteilungen im Verlagshaus kamen gleich Anfragen: „Dürfen wir dabei sein und zugucken, wenn ihr den Honig erntet und schleudert?“ Natürlich waren uns Gäste willkommen.

Do 20.06.2019: Honigernte von unseren Stadtbienen in zwei Versuchen:

Honigernte, der erste Versuch – Der erste Besuch am Bienenvolk:

Der Donnerstagmorgen des 20.06.2019 begann wenig vielversprechend.…

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alarm alarm ein schwarm bienen schwaermen

Alarm, Alarm ein Schwarm

Kurz vor Ende eines arbeitsreichen und furchtbar warmen Montages – der 3. Juni 2019 – erreichte uns wieder die Nachricht: „Es scheint, eure Bienen schwärmen.“ „Ja klar“, dachten wir uns.

„Schon wieder ein Fehlalarm.“ Dennoch schmissen wir uns in unsere Imkertracht und machten uns auf zu unseren Völkern aufs Dach. Unsere Überraschung war groß, als wir feststellten, dass tatsächlich ein Schwarm dabei war sich zu formen und noch größer war unser Erstaunen, als wir feststellten, dass die Bienen aus unserem Ableger von letzter Woche kamen. War der Ableger so schnell so stark gewachsen? Hatten wir ausversehen doch die alte Königin aus dem umweiselnden Volk entnommen? Aber alle Spekulationen hin oder her, nun war das Volk am Schwärmen und wir mussten schauen, wo es sich niederlassen wollte.

Zunächst sah es so aus, als ob der Schwarm sich über das Dach des Verlages davonmacht und wir ihn nicht mehr erreichen könnten. Doch dann sammelte er sich glücklicherweise auf einem begrünten Sims im Hinterhof vor dem Erdgeschoss des Verlagsgebäudes. Aber wie dorthin gelangen?

Versuch 1 beim Schwarmfang: Durch das Treppenhaus

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Die Werkzeuge für den Schwarmfang.

Wir stiefelten schwer bepackt vom vierten Stock durch das Nottreppenhaus nach unten, in der Hoffnung von dort Zugang zum Hof zu erlangen.…

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verlagsbienen 2019 die neue am stock

Die Neue am Stock

Hallo und schöne Grüße von den Verlagsbienen liebe Blogleser. Ab sofort gibt es wieder mehr und öfter Neuigkeiten von unseren summenden Dachbewohnern.

Eine kurze Vorstellung meiner Person: Mein Name ist Franziska Weber und seit Mai dieses Jahres bin ich die neue Volontärin des Deutschen Bienen-Journals. Obwohl ich in Berlin geboren und aufgewachsen bin, hat es mich nach meinem Biologiestudium die letzten Jahre beruflich nach Süd-Hessen zwischen Darmstadt und Frankfurt verschlagen.

Zurück in meiner alten Heimat werde ich neben meinem Volontariat erste Gehversuche als Nicht-mehr-ganz-so-Jungimker unternehmen. Meine Eindrücke und Erfahrungen schreibe ich hier in diesem Blog nieder. Zunächst werde ich bei der Arbeit an den Bienen noch von der erfahrenen Redakteurin und Freizeitimkerin Saskia Schneider betreut. Ich hoffe Sie werden genauso viel Spaß am Lesen haben, wie ich am Schreiben.

Erster Bienenschwarm 2019 oder ein Fehlalarm?

Die erste Kontaktaufnahme mit den Verlagsbienen erfolgte am Donnerstag, den 16. Mai, nach einem Anruf aus dem Konferenzraum unterm Dach. „Es scheint, dass Ihre Bienen schwärmen“, lautete die Nachricht. Als wir auf dem Dach ankamen – bepackt mit Fegern und Eimern, in der Hoffnung unser Schwarm sei nicht allzu weit gekommen – stellte sich der Notruf als falscher Alarm heraus. Zwar war vor den Fluglöchern der beiden verbliebenen Völker (Volk A und C) viel Betrieb und auf dem Rest des Daches tummelten sich viele Bienen in der Luft, aber Schwarmbetrieb gab es keinen.…

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Verlagsbienen Webcam

Lange nichts von den Verlagsbienen geles...

Ja, es gibt sie noch – die Bienenvölker auf dem Dach des Verlagsgebäudes. Weil es aber schon so lange keine neuen Einträge mehr in diesem Blog gab, begannen sich einige Leser Sorgen zu machen. Hiermit sei versichert, dass – auch wenn Sie nichts auf diesem Blog lesen – die Völker gepflegt und versorgt werden. Nur für den Blogeintrag reicht die Zeit meist nicht mehr im Redaktionsalltag und gerne vergisst man dann auch Fotos zu machen.

Zum jetzigen Stand: Momentan betreuen wir vier Bienenvölker. Die Honigernte viel in diesem Jahr nicht gerade üppig aus und die Völker waren kaum in Schwarmstimmung. Ein Volk hatte einen starken Varroabefall, den wir dank Ameisensäurebehandlung aber wieder in den Griff bekommen konnten.

Am 11. Oktober habe ich die Völker durchgesehen und aufgefüttert. Mein Plan war, an diesem Tag auch die alten, dunklen Waben in der untersten Zarge zu entfernen. Dafür hatte ich die ausgeschleuderten Honigräume nach der letzten Honigernte ohne Absperrgitter auf die Völker aufgesetzt, in der Hoffnung die Bienen würden mit dem Brutnest nach oben ziehen. Leider war dies nicht der Fall. Die Waben waren ausgeschleckt und in ein paar von ihnen wurde ein bisschen Honig eingelagert. Ansonsten war nichts passiert. Daher habe ich mich entschlossen, die Dunklen Waben erst bei der nächsten Frühjahrsdurchsicht heraus zu sortieren.…

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Was tut sich im März am Flugloch? Das zu beobachten, sagt viel über die Entwicklung der Bienenvölker aus.
Foto: Sebastian Spiewok

Mitten im Sperrbezirk

Vor einem Monat stand das Veterinäramt mit einer schlechten Nachricht vor der Tür des Verlags: Faulbrutausbruch in der Nachbarschaft!

Die Aufregung in Redaktion war natürlich groß. Das, worüber wir sonst berichten, erlebten wir nun selbst. Einerseits beunruhigend, aber für mich als Tierärztin natürlich auch mal spannend zu sehen, wie so ein Seuchenalarm dann wirklich abläuft. Das ist schon was anderes als die trockene Theorie in der Uni.

Die Probennahme war schnell gemacht, und danach blieb uns erstmal nur warten. Zwar waren wir etwas nervös, aber die erfahreneren Imker/innen hier sahen erst einmal keinen Grund für Beunruhigung, denn unsere Völker waren ja sonst unauffällig und hatten prächtige Brutnester. Nach zwei Wochen dann die gute Nachricht: Unsere Völker sind faulbrutfrei. Auch bei anderen beprobten Imkern im Sperrbezirk gab es keine weiteren betroffenen Völker.

Endlich Honig

Auf die erste Honigernte hier beim Bienenjournal habe ich mich natürlich schon gefreut, und am 4. Juli war es soweit… nur leider verhinderte dann eine Grippe, dass ich bei dabei sein konnte. Ärgerlich, aber kosten konnte ich den Honig danach natürlich trotzdem. Die geernteten 42 kg haben wir dann gestern fertig abgefüllt. Der trockene Sommer und unser schwaches Volk auf der Stockwaage haben sich dieses Mal jedoch bemerkbar gemacht: Im letzten Jahr hatten wir mehr als doppelt so viel geerntet.…

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leere am flugloch

Verlagsbienen: Leere am Flugloch

Nur ein paar vereinzelte Bienen sind trotz schönstem Sonnenschein am Flugloch unseres Stockwaagenvolkes zu sehen. Deshalb gingen wir heute mit der Befürchtung aufs Dach, in diesem Volk nicht mehr viel Leben zu finden.

Aber siehe da, beide Zargen waren relativ gut besetzt und sogar eine Menge Brut zu sehen. Da unsere Analyse auf Nosema-Sporen negativ ausgefallen war, bestand erst die Überlegung, dieses Volk einfach mit unserem Ableger zu vereinen.

Zeit für das Ablösen der Königin?

Wir entschieden uns dann aber doch dafür, zunächst einmal alle Rähmchen und die Zarge auszutauschen und das Volk komplett auf neue Rähmchen mit Mittelwänden zu setzen. Die Brutwaben haben wir über ein Absperrgitter in eine Zarge darüber gehängt. Wenn alle Bienen geschlüpft sind, werden wir auch diese Waben entnehmen und ausschmelzen.

Vielleicht wird es in diesem Volk auch einfach Zeit für das Ablösen der Königin, ein paar Weiselnäpfchen waren schon zu sehen…

Bei den anderen Völker Völkern sind die Honigräume schon gut gefüllt. Der Ableger wird dieses Jahr zwar noch keinen Ertrag bringen, aber bei unserem stärksten Volk können wir uns bald an die Honigernte machen… …

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