Besenheide (Calluna vulgaris)

31. Januar 2021

Bei der Besenheide (Calluna Vulgaris) handelt es sich um eine krautige Pflanze, die auf mageren und trockenen Standorten wächst. Die Besenheide und die Glockenheide (Erica tetralix) dominieren häufig das Bild der Heidelandschaft. Sie stellen eine gute Bienenweide dar. Heidehonig ist beliebt.

Die Besenheide ist ein verholzender und immergrüner Strauch. Sie wird ungefähr 30 Jahre alt und erreicht eine Wuchshöhe von 50 cm. Als Pionierpflanze besiedelt sie sandige und trockene Böden, auf denen andere Pflanzen erstmal nicht wachsen können. Die Blüten sind hell-rosa oder hell-violett und blühen meistens im August und September. An einem Pflanzenstängel hängt eine große Anzahl an Blüten.

Besenheide: Bedeutung für Imker

Besenheide (Calluna vulgaris). Hier in der typischen Blüte. Foto: Sabine Rübensaat

Besenheide (Calluna vulgaris). Hier in der typischen Blüte. Foto: Sabine Rübensaat

Die Besenheide liefert recht viel Nektar und Pollen. Der Pollen steht jedes Jahr zu Verfügung. Lediglich alle paar Jahre honigt die Heide jedoch in größerem Maße. Die Nektarsekretion hängt mit dem Wetter zusammen. Es muss ausreichend warm und vor allem feucht sein.

Die Heide gehört zur dritten Tracht im Jahr. Imker wandern für diese Spättrachtmit ihren Bienenvölkern in die Heideregionen. Der Heidehonig lässt sich zu hohen Preisen verkaufen.

In der Lüneburger Heide hat sich früher eine besondere Form der Bienenhaltung entwickelt. Sie wird als Heide-Korbimkerei bezeichnet und heute kaum noch praktiziert. Die Heide-Korbimkerei beruht auf der Völkervermehrung im Frühling und dem Nutzen der Heidetracht als einzige Honigquelle. Die Völker werden während der Ernte aufgelöst und Honig und Wachs verkauft.

Besenheide: Heidehonig und Scheibenhonig

Heidehonig weist eine geleeartige Konsistenz auf. Er hat einen dominanten Geschmack. Aufgrund seiner Konsistenz ist er nur schwer zu ernten. Mithilfe eines Stippgerätes kann man den Honig lösen und anschließend schleudern. Mit Radialschleudern ist die Ernte nicht möglich, da die entwickelte Zentrifugalkraft nicht ausreicht. Bei Radialschleudern stehen die Waben mit der Fläche Richtung Mittelpunkt. Dadurch nimmt die Kraft Richtung Mittelpunkt immer weiter ab und reicht irgendwann nicht mehr, aus um den zähen Honig auszuschleudern. Bei Tangentialschleudern steht die Wabenfläche zur Außenseite der Schleuder. Dort ist die Fliehkraft auf der gesamten Wabenfläche gleich groß und das Schleudern möglich. Alternativ kann man die Waben auch pressen. Dabei muss man diese allerdings zerstören.

Imker verkaufen den Heidehonig oft auch in der Wabe als sogenannten Scheibenhonig. Aufgrund seiner Konsistenz fließt dieser nicht aus den Waben heraus. Man kann ihn dann mitsamt dem Wachs verzehren.

Besenheide (Calluna Vulgaris): Die Heidelandschaft

Die Heide ist in ihrer Größe eine Kulturlandschaft und damit durch den Menschen entstanden. Durch die Fällung der Wälder wurden die sandigen und mageren Böden freigelegt. Dort wächst die Besenheide. Ohne die Nutzung der Heidefläche durch Schafherden, würden wieder Büsche und Bäume wachsen. Weitere Pflanzen der Heidelandschaft sind Heide- und Preiselbeeren. Auch wachsen dort viele Gräser sowie Kiefer, Birken und Wacholder.

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