Bienenhonig

31. Mai 2021

Bienenhonig ist eine stark zuckerhaltige Substanz, die die Honigbienen herstellen. Dazu sammeln sie Nektar aus Blüten oder zuckerhaltige Sekrete von belebten Pflanzenteilen oder von Insekten, die an belebten Pflanzenteilen saugen. Die gesammelte Flüssigkeit versetzen die Bienen mit Enzymen und entziehen ihr Wasser. Nach der Einlagerung bezeichnet man sie als Bienenhonig oder Honig. Mehr Details zum Begriff „Honig“ und was genau Backhonig ist, können Sie in unserem Glossar nachlesen. Die rechtliche Regelung findet sich in der Honigverordnung (HonigV).

Wie gehen andere Insekten mit dem Nektar um?

Bienenhonig - Hummel auf Blüte - Foto: Sabine Rübensaat

Wie viele andere Insekten sammeln auch Hummeln Nektar. Aber nur Honigbienen betreiben eine Lagerhaltung mit großen Bienenhonigvorräten. Foto: Sabinbe Rübensaat

Der Nektar dient vielen Insekten als energiereiche Nahrungsquelle. Darunter zählen beispielsweise Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge. Teilweise nutzen auch Vögel wie der Kolibri Nektar. Mit dessen Hilfe können sich die Tiere beispielsweise bewegen und ihre Körpertemperatur aufrecht erhalten. Auch der Nachwuchs wird damit gefüttert. Eiweiße hingegen dienen dem Aufbau der Körpersubstanz. Sie bilden beispielsweise Muskeln, Haare, Antikörper, als Ionenkanäle in den Zellmembranen und Enzyme. Im Notfall kann ein Körper die Proteine zur Deckung des Energiebedarfs – also anstelle von Zucker – verwenden. Dieser Prozess ist allerdings ineffizient und aufwendig.

Honigbienen gehören zu den hoch-eusozialen Lebewesen. Die Königin überlebt den Winter und legt nur Eier. Sie betreiben Vorratshaltung und zwischen den adulten Tieren findet ein intensiver Futteraustausch statt. Sie produzieren den Bienenhonig. Im Vergleich dazu gehören beispielsweise Hummeln wie Hornissen zu den primitiv-eusozialen Lebewesen. Die im Spätsommer geborenen Königinnen überwintern und gründen im kommenden Frühling eine komplexe Kolonie mit Arbeitsteilung. Die restlichen Insekten sterben im Herbst.

Hummeln sammeln den Nektar und lagern ihn in geringem Maße in Waben ein. Diese Gruppe der Insekten benötigt keine Vorratshaltung für den Winter. Die aufgebaute Wabenstruktur verwenden die Königinnen im nächsten Jahr nicht mehr. Die angelegten Vorräte reichen bei Hummeln lediglich für wenige Tage. Wenn es zu einer längeren Schlechtwetterperiode kommt besteht somit die Gefahr, dass das Volk abstirbt.

Gibt es nun anderen Honig außer Bienenhonig?

Die Antwort auf diese Frage findet man, wenn man sich anschaut, wie andere Insekten im Vergleich zur Honigbiene Nektar sammeln und einlagern. Außerdem lohnt sich ein Blick in die Honigverordnung.

Zwar sammeln beispielsweise Hummeln Nektar und bilden daraus in geringe Mengen einen Vorrat. Diesen kann man aber nicht ernten. Ein Hummelvolk umfasst lediglich wenige hundert Insekten. Völker der westlichen Honigbiene (Apis mellifera) bestehen zur Hochphase im Mai/Juni aus ungefähr 60.000 bis 80.0000 Individuen.

Die Definition des Honigs ist sinngemäß bereits in der Einleitung der Honigverordnung dargestellt. Diese spricht lediglich von „Bienen“. Somit kann man eingedickten Nektar anderer Insekten rechtlich nicht als „Honig“ ansehen.

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