Dampfwachsschmelzer

24. Juni 2021

Dampfwachsschmelzer nutzen Imker, um alte, aussortierte Waben aus Bienenwachs aus Rähmchen zu schmelzen. Sie bringen Wasser mittels Strom oder Gas zum Sieden. Der entstandene Wasserdampf gibt die Wärme an das Wabenwerk ab und schmilzt es dadurch.

Die günstigsten Varianten von Dampfwachsschmelzern für ungefähr 150 Euro bestehen aus einem großen Eimer mit einem Ablauf am Boden und einem Gerät zur elektrischen Dampferzeugung. Der Dampf gelangt über einen Schlauch in den Eimer. Teurere Varianten für mehrere hundert Euro bestehen aus Edelstahl. Am Boden befinden sich mehrere Liter Wasser. Darauf steht eine Wanne mit einem Ablauf für das flüssige Wachs-Wasser-Gemisch. Über der Wanne befindet sich ein Korb mit einem Lochgitter. Darin legt der Imker die Rähmchen ein. Das Wasser erhitzt sich durch einen Gasbrenner am Boden. Elektrisch kann man diese Kombination über einen Einlass mit Wasserdampf versorgen. Diese Dampfwachsschmelzer kann man auch zum Auskochen der Rähmchen und anderer Imkereigeräte mit Ätznatron verwenden.

Vorteile des Dampfwachsschmelzers

  • Dampfwachsschmelzer arbeiten schnell.

  • Sie sind unabhängig von der Sonneneinstrahlung.

  • Größere Dampfwachsschmelzer können sehr große Wabenmengen in kurzer Zeit ausschmelzen.

  • Einige Dampfwachsschmelz eignen sich auch als Becken zum Desinfizieren von Beutenteilen.

Dampfwachsschmelzer mit Isolierung. Foto: Deutsches Bienenjournal

Die Isolierung mit Steinwolle beschleunigt das Ausschmelzen der Waben und spart viel Energie und Zeit. Die Isolierung muss der Imker meistens selber bauen. Kleber halten den Temperaturen nicht stand. Daher hat man hier Spanngurte verwendet. Foto: Deutsches Bienenjournal

Energieeffizienz durch Isolierung

Die Unterhaltskosten sind beim Dampfwachsschmelzer hoch, weil Gas oder Strom benötigt werden. Durch eine Isolierung verringert sich die Schmelzzeit und der Energiebedarf sinkt. Diese ist meistens nicht verbaut. Daher muss der Imker sie selber nachrüsten. Hierbei sollte man jedoch einiges beachten: Theoretisch kann die äußere Wand nämlich eine Temperatur von 100 ° C erreichen. Bereits geringeren Temperaturen halten aktuelle Kleber nicht stand und lösen sich auf. Daher muss der Imker eine mögliche hitzeresistente Isolierung aus Glaswolle oder Steinwolle beispielsweise mithilfe von Zurrgurten fixieren.

Alternative: der Sonnenwachsschmelzer

Sonnenwachsschmelzer schmelzen Bienenwachs ausschließlich mit Hilfe von Sonnenenergie. Es handelt sich dabei um einen flachen Kasten mit einem Edelstahlboden und einer durchsichtigen Glas- oder Plastikabdeckung. Dort hinein legt man Waben aus Bienenwachs zum Ausschmelzen. Das Ausschmelzen der Rähmchen ist wichtig zur Reduktion von Krankheitserregern im Bienenvolk. Das Bienenwachs kann der Imker für den eigenen Wachskreislauf nutzen.

Der Sonnenwachsschmelzer besitzt ein Gestell, das es ermöglicht, ihn zur Sonne geneigt aufzustellen und in Richtung der Sonne zu drehen. Durch die auftreffenden Sonnenstrahlen erwärmt sich die Luft des Sonnenwachsschmelzers und das Wachs darin beginnt zu schmelzen. Die Glasplatte verhindert den Luftaustausch und damit das Abkühlen des Innenraums. Es handelt sich dabei um den Glashauseffekt, der auch für die Erwärmung von Gewächshäusern verantwortlich ist.

Das Bienenwachs schmilzt und läuft in eine Wanne am Ende des Sonnenwachsschmelzers. Dort sammelt sich das Wachs mit den Rückständen wie Pollen und Nymphenhäutchen. Das Bienenwachs kann der Imker anschließend sammeln und später reinigen. Die nun leeren Rähmchen kann man reinigen und wieder mit Mittelwänden bestücken.

Diese Geräte sind äußerst nachhaltig, da sie weder Strom noch Erdgas benötigen. Zudem sparen sie viel Zeit, da Dampfwachsschmelzer vom Imker überwacht werden müssen.

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