Apilarnil & Co: Interview zur Apitherapie

02. Mai 2020

Ulrike Gloger und ihr Mann Dr. Thomas Gloger haben sich hauptberuflich der Apitherapie verschrieben. Dazu gehört auch die Produktion von Apilarnil. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Interview, das Sie in Ausgabe 05/2020 des Deutschen Bienen-Journals in kompletter Länge lesen können.

Apilarnil ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Was hat es damit auf sich?

Ausgabe 12/2020

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  • Vereine und Corona
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Ulrike Gloger: Apilarnil wird aus Drohnenlarven gewonnen. Wir sind in Europa eine der wenigen Firmen, die eine Gefriertrocknung der Larven anbieten. Allerdings verwenden wir nur Larven von unseren eigenen Lieferanten aus den Nachbarorten. Jede Lieferzeit, die über 15 Minuten hinausgeht, ist bei frischen Drohnenlarven bereits kritisch.

Thomas Gloger: Manchmal kommen Imker auf uns zu und bieten uns ihre schon mehrere Tage alten Drohnenwaben an. Aber die Drohnen zersetzen sich sehr schnell – im Vergleich dazu ist Hackfleisch gewissermaßen gut haltbar. Vielen ist nicht bewusst, dass bei der Produktion von Apilarnil ganz andere Standards gelten als bei Honig.

Apilarnil Foto: Simon Trocoli Castro
Ulrike und Dr. Thomas Gloger. Foto: Simon Trocoli Castro

Mussten Sie dabei auf Ihre Berufserfahrung als Chemiker zurückgreifen, Herr Gloger?

Thomas Gloger: Ohne meine Ausbildung und Kontakte wäre ich im Dschungel der Vorschriften verloren gewesen. Aber in die Gefriertrocknung musste auch ich mich zunächst einmal gründlich einarbeiten. Schließlich haben wir uns eine eigene Anlage gekauft, was keine billige Investition war. Damit war es aber nicht getan. Es hat sich dann glücklicherweise ein Kontakt zu jemandem aufgetan, der schon in der DDR Nahrung für U-Boot-Besatzungen und die russischen Kosmonauten gefriergetrocknet hat. Der hat uns mit seinem Know-how unglaublich unterstützt und motiviert.

Was versprechen sich die Menschen von Apilarnil?

Thomas Gloger: Im Sozialismus wurde Apilarnil auch als „grünes Viagra“ gesehen, was diesem Produkt jedoch nicht gerecht wird. Apilarnil ist ein hormoneller Starter, das heißt, es enthält Hormone und regt die Hormonproduktion an. Eine aktuelle Forschungsarbeit aus der Türkei zeigt, dass Apilarnil bei Multiorganversagen wirksam ist. Also: Es geht noch mehr.

Ulrike Gloger: Es ist ein Missverständnis, dass Apilarnil nur für Männer geeignet ist. Es wird von Paaren mit Kinderwunsch eingenommen, genauso begleitend zur Krebstherapie oder zur Anregung des Stoffwechsels und des Immunsystems. Frauen mit Zyklusproblemen und in den Wechseljahren profitieren ebenso davon.


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