Imker gesucht: Freie Universität Berlin braucht Futterkranzproben für AFB-Monitoring

22. März 2021

Um die anzeigenpflichtige Tierseuche Amerikanische Faulbrut (AFB) in Berlin rechtzeitig zu erkennen und ihr vorbeugen zu können, sucht die Freie Universität Berlin erneut Imkerinnen und Imker, die Futterkranzproben bereitstellen. Das jährliche AFB-Monitoring findet seit 2020 statt.

Ausgabe 10/2021

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Top-Themen:

  • Tierwohl in der Imkerei
  • Melezitosehonig
  • Verdampfer statt Smoker?
  • Vertriebene Honigjäger

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Die Amerikanische Faulbrut (AFB) gelangt durch Sporen des Bakteriums Paenibacillus larvae in die Bienenvölker. Ist ein Volk infiziert, sind nicht selten auch Völker im umliegenden Kreis betroffen. Das kann verheerend für Bienenvölker und Imkernde werden. Die Bienen-Koordinierungsstelle der Freien Universität Berlin hat deshalb das „Koordinierte AFB-Monitoring“ etabliert. Dabei soll die aktuelle AFB-Situation in Berlin erfasst werden – eine Maßnahme, auch um der Verbreitung der Seuche vorzubeugen.

Gesucht: Imker für Futterkranzproben

Gesucht werde deshalb Imkerinnen und Imker, die an einer Futterkranzbeprobung ihrer Völker teilnehmen. Bedingung ist, dass die Bienen in Berlin an bestimmten Standorten stehen. Die abgebildete Rasterkarte zeigt Berlin in einer Einteilung von 2,5 x 2,5 Kilometern; der Bienenstandplatz sollte in der Nähe der Schnittpunkte liegen. So würde sichergestellt, dass die Strichproben gleichmäßig im gesamten Stadtgebiet gezogen werden. Die Beprobung ist kostenfrei und soll zeitnah erfolgen. Es wird eine Sammelfutterkranzprobe aus bis zu sechs Völkern erstellt.

Strategie zur Förderung von Bienen und Bestäubern vom Senat von Berlin

Imker gesucht AFB-Monitoring Berlin Grafik: FReie Universität Berlin
Der Bienenstand sollte in der Nähe der eingezeichneten Markierungen stehen. Link zum Download der Karte: https://box.fu-berlin.de/s/SeGCy5q8mi2zE2R  

Das AFB-Monitoring ist eine von vielen Maßnahmen des Senats von Berlin, die Bienenwohl gewährleisten und Artenvielfalt erhalten sollen. Die stadtweiten Maßnahmen wurden in der „Strategie zur Förderung von Bienen und anderen Bestäubern in Berlin“ von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz festgehalten. Neben dem AFB-Monitoring sollen Mindeststandards für die imkerliche Qualifikation etabliert werden. Ziel sei es außerdem, das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf stärker zu fördern. Andere Maßnahmen richten sich auch an Wildbienen und andere Bestäuber. Einen Anfang machte das Projekt „Berlin blüht“, durch welches Wildblumenwiese in der ganzen Stadt entstehen sollen.

Besitzen Sie einen Bienenstand in der Nähe eines gekennzeichneten Schnittpunktes? Dann wenden Sie sich an Dr. med. vet. Antonia Genath vom Institut für Veterinär Biochemie an der Freien Universität Berlin:

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