Hobbyimker suchen Bienenpaten

27. November 2019

Die Initiative BeePal möchte Imker und Bienenpaten zusammenbringen und hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Zielgruppe sind ausschließlich Hobbyimker.

In letzter Zeit gab es einige Initiativen, die Imkern helfen wollen ihren Honig online zu einem guten Preis zu verkaufen. Teilweise sollen auch Imker und Landwirte zusammengebracht oder auch Bienenpatenschaften vermittelt werden. So kommen Firmen zum hauseigenen Honig und zugleich zu einem Imker, der sich fachgerecht um die Bienen kümmert.

Bienenpaten kaufen Honigernte

Auch der Biologe Gunther Bigl möchte Imker und diejenigen, die die Imkerei unterstützen möchten, zusammenbringen und Bienenpatenschaften vermitteln. Im Blick hat seine Initiative namens BeePal allerdings ausschließlich Hobbyimker mit weniger als 30 Bienenvölkern. Diese haben meist das Problem, dass sie neben ihrem Vollzeitjob keine Zeit haben, den Honig selbst zu vermarkten. „Ich habe das in den ersten Jahren als Imker mit nur zwei Völkern mitbekommen, wie viel Zeit der Honigverkauf in Anspruch nimmt, wenn man nicht an einen großen Abfüller verkaufen möchte, der den eigenen Honig mit vielen anderen mischt“, berichtet Bigl.

Er möchte es Hobbyimkern deshalb ermöglichen, über seine Plattform beepal.de Paten für einzelne Bienenvölker zu finden. Dabei bleiben die Völker allerdings in der Hand des Imkers und werden nicht auf Firmengeländen oder Unternehmensdächern abgestellt. Stattdessen kann der Pate sein Volk beim Imker besuchen. Ihm wird die Honigernte seines Volkes garantiert. „Ich denke dabei an das Prinzip des Crowdfarmings“, erklärt der Biologe. Er meint damit, dass die Paten dem Imker dann jeweils die Ausgaben und Arbeitszeit, die für ein Volk im Bienenjahr entstehen, vorfinanzieren. So sollen die Imker Sicherheit bekommen, dass sie die Bienen gut versorgen können.

BeePal vermittelt Bienenpatenschaften

Die konkreten Preise für den Honig sollen Imker und Bienenpaten selbst aushandeln. Bigl schwebt ein Preismodell vor, dass sich an dem der Initiative Nearbees orientiert. Er möchte dann eine Vermittlungsprovision zwischen 15 und 20 Prozent.

Um das Projekt BeePal zu realisieren, hat Gunther Bigl gemeinsam mit weiteren Imkern und Imkerei-Interessierten eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und möchte damit 10.000 Euro zusammenbekommen, um die Plattform umsetzen zu können. Die Kampagne läuft noch bis zum 9. Dezember 2019. Hier erfahren Sie mehr darüber.>>>

jtw

TOP-THEMEN im April-Heft

1. Vespa velutina – die asiatische Hornisse

Die eingeschleppte Hornisse wurde zuletzt auch in Hamburg gefunden. Damit hat sie innerhalb Deutschlands einen großen Sprung gemacht und ihre rasante Ausbreitung in Europa fortgesetzt. Wie haben die Imker und Behörden auf die dortigen Funde reagiert? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Vespa velutina von anderen, ähnlich aussehenden Insekten unterscheiden können. Außerdem erfahren Sie in der Aprilausgabe, was die Nester der asiatischen Hornisse von anderen Wespennestern unterscheidet.

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2. Der Zwischenableger

Wie führt man die Bienenvölker, wenn sie schwarmlustig werden? Reicht das Zellenbrechen alleine aus? Imkermeister Dirk Ahrens-Lagast beschreibt in seinem Beitrag, welche vorbeugenden Maßnahmen Sie gegen die Schwarmlust treffen können. Zudem erklärt er, wie man die Völker bei Schwarmlust per Zwischenableger führen kann, ohne dass diese merklich an Stärke einbüßen.

3. Imkerei in Chile

Johannes Kändler suchte nach dem Abitur das Abenteuer – und fand es in einer Berufsimkerei in Chile, im tiefen und einsamen Süden Lateinamerikas.

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